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Deutsche Badmintonmeisterschaften der Gehörlosen in Nürnberg

Jens Bischoff
Datum: 25. Juni 2017
Dreizehnjährige Debütantin holte Einzeltitel bei den Damen Berliner Nationalspieler holte drei Goldmedaillen
Trotz der geringen Beteiligung an der deutschen Gehörlosenmeisterschaft setzte sich das Turnier aus einem hochkarätigen Teilnehmerfeld zusammen wie die Spitzenspieler Oliver Witte, Tim Jennen, Matthias Kroll, Alexander Hammen sowie Jan Burike und bei den Damen Ines Sommer und Helga Dießlin. Sie bewegten sich im spielerischen Niveau zwischen Bezirksoberliga und Regionalliga. Besonders zu erwähnen ist die Teilnahme des 13-jährigen Neuzugangs Finja Rosendahl, die im Rahmen eines anderen Badmintonturniers auf die Gehörlosenmeisterschaften hingewiesen worden ist und dort hineinschnupperte.
Damen-Einzel

1.Platz: Finja Rosendahl (m), 2.Platz: Ines Sommer (l), 3. Platz: Helga Dießlin (r)
Im Modus „Jede gegen Jede“ wurde die Damenmeisterschaft unter den drei Teilnehmerinnen Ines Sommer, Helga Dießlin sowie die neue Teilnehmerin Finja Rosendahl ausgetragen. Wie würde der Generationenkampf ausgehen? Dieser ging klar zu Gunsten des frühjugendlichen Esprits aus: Ohne einen Satzverlust ließ Finja ihren beiden Gegnerinnen nicht den Hauch einer Chance und holte sich gleich bei Ihrem Debüt den Meistertitel. Im Hinblick auf die internationalen Wettkämpfe und der allgemeinen sportlichen Badmintonentwicklung im Gehörlosenbereich ist es äußerst erfreulich, wieder eine leistungsstarke Badmintonspielerin an Bord zu haben.
Herren-Einzel

1.Platz: Oliver Witte, 2. Platz: Tim Jennen, 3. Platz: Matthias Kroll, 4. Platz: Jan Burike
Unser Topfavorit Oliver Witte aus Berlin ließ erneut nichts anbrennen und entschied das Herren-Einzel wieder für sich. Aufgrund einer Verletzung von Tim Jennen konnte es leider nicht zu einer Neuauflage des Vorjahresfinales kommen. Den Kampf um die Bronzemedaille trugen die beiden jungen Nachwuchsspieler Matthias Kroll und Jan Burike aus, welchen Matthias für sich entschied.
Herren-Doppel

1.Platz: Oliver Witte/Jens Bischoff, 2.Platz: Rainer Gebauer (nicht auf Bild)/Matthias Kroll, 3. Andreas Hammen/Jan Burike, 4. Platz: Jürgen Deimel/Tim Jennen
Auch im Herrendoppel kam es zu einer erneuten Finalauflage zwischen Oliver Witte/Jens Bischoff und Matthias Kroll/Rainer Gebauer wie im Vorjahr. Das Finale gestaltete sich diesmal jedoch knapper. Während das Doppel Witte/Bischoff den 1. Satz mit 21:11 für sich entscheiden konnte, gestaltete sich der 2. Satz als wesentlich spannender, welches das Doppel Kroll/Gebauer knapp mit 21:19 für sich entschied.
Dadurch, dass das als topgesetzte Paar Witte/Bischoff im 3.Satz den Druck im Angriff erhöhte, konnte es diesen mit 21:14 für sich entscheiden und holte sich somit den vierten Meistertitel in Folge.
Gemischtes Doppel

1.Platz: Irmengard Fritz/Oliver Witte, 2.Platz: Finja Rosendahl/Jan Bourike, 3. Platz: Elke Hensel/Tim Jennen, 4. Platz: Ines Sommer/Jens Bischoff
Das Mixedpaar Irmengard Fritz/Oliver Witte gewann im Spielmodus „Jeder gegen Jeden“ alle Spiele im Durchmarsch und belegte den 1. Platz. Das spannendste Spiel fand in der Begegnung zwischen F. Rosendahl/J. Burike und E. Hensel/T. Jennen statt, bei dem sich Ersteres mit 13:21, 22:20 und 25:23 durchsetzte und dadurch Silber gewann.
Im Namen aller Badmintonspielerinnen und –spieler danke ich den Mitgliedern des GSC Nürnberg e.V, dem Badminton-Spartenleiter Volker Dießlin und dem technischen Badmintonleiter Thomas Pfeiffer für die gelungene Durchführung der Turnierveranstaltung.
Die nächste Deutsche Badmintonmeisterschaft der Gehörlosen wird voraussichtlich in Brandenburg an der Havel stattfinden.
Abschließend wird auf die diesjährige Gehörlosenolympiade (Deaflympics) in Samsun in der (Türkei) vom 18.07.2017 bis 30.07.2017 hingewiesen. Weitere Informationen finden Sie unter folgendem Link: www.samsun2017.de. Für diese Veranstaltung sind Oliver Witte und Jan Burike nominiert. Ich wünsche im Namen aller Badmintonspielerinnen und –spieler mitsamt Trainerstab viel Erfolg Ein Aufruf in eigener Sache:
Vor dem Hintergrund der immer geringer werdenden Anzahl von Teilnehmerinnen und Teilnehmer an den Deutschen Badmintonmeisterschaften der Gehörlosen, möchte ich alle Leserinnen und Leser auffordern, Badmintonspielerinnen und –spieler, die eine Hörbehinderung haben, auf die Existenz des Deutschen Gehörlosen-Sportverbandes e.V. hinzuweisen. Diese Badmintonspielerinnen und –spieler sind durch das Tragen der Hörgeräte und des Cochlear Implantats (CI) zu erkennen. Dieser Sportverband veranstaltet mehrere Badmintonturniere, Nationallehrgänge usw. im Jahr, die zurzeit durch den Spartenleiter Volker Dießlin und durch den technischen Leiter Thomas Pfeiffer organisiert werden. Nähere Informationen können über die Internetseite www.dg-sv.de eingeholt werden.

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