Nachruf auf Peter Mende
Text: Anne Köster, Foto: DGS Archiv
Datum: 26. März 2018
Am 25. März starb Peter Mende nach schwerer Krankheit mit nur 57 Jahren.
Im Jahr 1984 kam er als junger, zielstrebiger Bundestrainer zum Deutschen Gehörlosen-Sportverband und übernahm den Tennis Nationalkader.
Peter Mende
Nach seinem ersten Einsatz bei den Weltspielen 1985 in Los Angeles ist die Zahl der Erfolge seiner Sportler und Sportlerinnen kaum zu beziffern, kein internationaler Auftritt ohne Medaillen. Ein besonderes Geschenk für ihn als Trainer waren selbstverständlich Topspieler wie Tennislegende Ronald-Oliver Krieg und Torsten Vonthein, zwei verlässliche Medaillengaranten und eine Heike Albrecht, die mit überragendem Talent die internationale Gehörlosen Tennisbühne eroberte – so machte die Arbeit Freude!
Und das merkte man Peter Mende stets an, neben der Verantwortung für den Erfolg, war er ein lebenslustiger und zugewandter Mensch. Er sang gerne und viel, er trug immer wieder zur allgemeinen guten Stimmung bei, wusste, zu feiern, wenn es dafür die richtige Zeit war, blieb aber dennoch ein strenger, kritischer Lehrer für seinen Kader.
Als er nach den Deaflympics in Taipeh 2009 gemeinsam mit seinem Trainerkollegen Dr. Frank Mollenkopf das Amt niederlegte, tat er das nicht einfach nur so. Beide legten großen Wert darauf, ihre Nachfolger anzulernen und damit sicher zu stellen, dass sich die Erfolgsgeschichte der DGS Tennissparte fortsetzen würde. Sie bereiteten Krieg und Vonthein auf ihre zukünftige Aufgabe vor und empfahlen ihre ehemals besten Spieler für das Amt – und das zu Recht, bis heute setzt sich die Geschichte der DGS Tennis als eine der medaillenschwersten Sparten im Verband fort.
Ein Vierteljahrhundert war Peter Mende im Traineramt und blieb der Tennis Riege auch darüber hinaus verbunden und sie ihm. Noch wenige Tage vor seinem Tod besuchte ihn Ronald-Oliver Krieg, dessen jahrelanger Tennismentor und väterlicher Begleiter er gewesen war. „Auch wenn ich ihm ansehen konnte, dass ihm nicht gut ging, seine blauen Augen strahlten fast wie immer“. Mit ihm geht ein guter Freund und Berater der DGS Tennissparte.
Sie und der Deutsche Gehörlosen-Sportverband sprechen den Hinterbliebenen ihr tief empfundenes Beileid aus.
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