14. Schießsport-Europameisterschaften in Moskau/RUS
Katja Kluttig
Datum: 19. September 2019
Kleinkaliber
Im Kleinkaliber Dreistellungskampf der Männer war Deutschland mit drei Athleten vertreten. Colin Müller, Sebastian Herrmany und Erik Hess traten dabei gegen hochklassige Konkurrenz an, darunter Schützenlegende Thomas Mösching aus Österreich.
Nationaltrainer Manfred Zisselsberger hatte vor dem Start schon auf den böigen Wind aufmerksam gemacht, der sich deutlich auf den Wettkampf auswirkte. Auch die niedrigen Temperaturen machten den Sportlern zu schaffen.
Trotz dieser ungünstigen Ausgangssituation qualifizierten sich alle drei Deutschen fürs Finale. Erik Hess tat sich dabei besonders hervor mit 16 Ringen Vorsprung auf den Zweitplatzierten.
Die schwierigen Bedingungen machten sich im Finale noch stärker bemerkbar als in der Vorrunde. Keiner der Schützen konnte seine volle Leistung abrufen. Sowohl Hess als auch Herrmany hatten schon ihre „Fingerspitzen an den Medaillen“, wie Trainer Zisselsberger nach dem Wettkampf sagte, aber es sollte nicht sein.
Nur Colin Müller konnte dem Wetter trotzen und sicherte sich seine zweite Goldmedaille. Auch wenn sein Finalergebnis laut Zisselsberger noch ausbaufähig gewesen wäre.
Mit zwei Einzeltiteln überglücklich ist Müller bislang der erfolgreichste Deutsche der Europameisterschaften. Ein Wettkampf steht für die Gewehrschützen noch aus.
Zentralfeuerpistole
Bei den Pistolenschützen stand der Zentralfeuer Wettkampf an. Auch hier waren drei deutsche Schützen dabei: Werner Lackerbauer, Ingo Schweinsberg und Bodo Funcke.
Funcke hatte schon seit dem Vorabend gesundheitliche Probleme und konnte nur mit Mühe teilnehmen. Trotzdem erreichte er Platz 5.
Schweinsberg fand nicht wie gewohnt in den Wettkampf, schoss aber eine starke letzte Serie und kämpfte sich damit auf Platz 4 nach vorne.
Lackerbauers Leistung blieb konstant stark und wurde mit Silber. Er zeigte, dass er sich gut von den Schwierigkeiten wegen der Waffenstörung erholt hatte.
Der finnische Schütze Klaus Tupi, der einer der Favoriten war, wurde bei der Waffenkontrolle wegen eines zu leichten Abzugs disqualifiziert.
Auch den Pistolenschützen machte das Wetter zu schaffen. Schweinsberg war mit seiner Leistung nicht zufrieden, ein Medaillenplatz wäre erreichbar gewesen und auch Funcke war enttäuscht, dass er keine Einzelmedaille gewann.
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