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Tennis-EM 2008

TE-EM-Team Öffentlichkeitsarbeit
Datum: 02. August 2008
11. Gehörlosen Tennis Europameisterschaften
26. Juli bis 2. August 2008 in Bukarest/ROM
Wachablösung im europäischen Tennis!
Heike Albrecht holt Gold für Deutschland!

Wachablösung im europäischen Tennis
Heute war der große Tag der Damen! Für alle Teilnehmer der EM 2008 in Bukarest ging es in den Kampf um Medaillen. Aus Deutschland standen beide Damen auf dem Court. Im großen Finale galt es für die junge deutsche Spielerin Heike Albrecht, die Italienerin Barbara Oddone zu schlagen, die seit ihrem ersten Auftritt 1989 bei den Deaflympics in Neuseeland jeden Titel im Gehörlosen-Tennissport gewann. Die Traineranweisung von Dr. Frank Mollenkopf vor dem Spiel war: Viel Cross spielen, viel auf die gegnerische Vorhand und 80% im ersten Aufschlag. Hochkonzentriert und ohne jede Allüren ging Heike Albrecht in dieses entscheidende Spiel. Die hohe Fehlerquote auf Barbara Oddones Vorhand gab dem Trainer Recht. Heike Albrecht, die selbst kaum Vorhandfehler machte, folgte seiner Anweisung konsequent.

Geschafft! Heike, die neue Europameisterin
Damit holte sie sich die Big Points. Während Heike ihren ersten Aufschlag sauber durchbrachte, musste sich Barbara Oddone ihren Punkt gegen das druckvolle Spiel ihrer jungen Gegnerin hart erkämpfen. Mit schnellen Cross-Schlägen und hohem Druck im Spiel jagte Heike Albrecht die Italienerin übers Feld und brachte den Satz sicher mit 6:2 nach Hause. Auch im zweiten Satz überzeugte sie mit schnellem, wendigem Spiel. Nur im letzten Spiel, bei einem Spielstand von 5:3, schien es fast, als könnte sie selbst nicht an ihren Sieg glauben, aber nach dem dritten Satzball machte sie den Sack mit 6:3 zu. Heike zeigte an diesem Tag absolute Höchstleistung. Das konsequente Vorhandtraining machte sich klar bezahlt.

Verena Fleckenstein verpasst knapp Bronze
Auf dem Nachbarcourt, beim kleinen Finale von Verena Fleckenstein gegen die Spanierin Beatriz Villamandos Llorenzo, stieg die deutsche Spielerin hoch ins Spiel ein. Die Anweisung des Trainers Peter Mende, den Ball lang im Spiel zu halten, ging auf, und es gelang der Deutschen, der Gegnerin gleich den ersten Aufschlag abzunehmen. Über lange Strecken spielten die beiden Kontrahentinnen ein sehr schönes und gleichwertiges Tennis. Immer wieder kam es zum Gleichstand, jedes einzelne Spiel war hart umkämpft, doch die hohe Fehlerquote im Spiel der Spanierin und ihre offensichtliche Nervosität führten zu einem 6:4-Satzsieg für Verena Fleckenstein. Im zweiten Satz spielte die Spanierin mit wesentlich höherem Druck, Verena war dem temporeichen Spiel nicht gewachsen und musste den Satz mit 3:6 abgeben. Ihrer Gegnerin technisch durchaus gewachsen, konnte Verena Fleckenstein dann im dritten Satz der körperlichen Überlegenheit von Beatriz Villamandos Llorenzo nichts mehr entgegensetzen und musste ihr den dritten Platz in dieser Europameisterschaft mit 6:4/3:6/1:6 überlassen. Auch beim Herreneinzel gab es heute einen neuen Meister: Der junge Ungar Gabor Mathe verwies den Altmeister Mikael Laurent mit drei Gewinnsätzen (6:2/6:2/6:0) auf Platz 2.
Damen auf Erfolgskurs
Mit einer angeschlagenen Spielerin auf jeder Seite ging das deutsche Doppel Heike Albrecht/Verena Fleckenstein gegen die Italienerinnen Barbara Oddone/Susanna Ricci-Bitti in die wirklich spannende Partie um den Titel im Einser-Doppel. Nervosität auf beiden Seiten bestimmte das Spiel bis zum 2:2. Dann zogen die deutschen Frauen davon und spielten sehr stabil mit großem Druck auf die Gegnerinnen bis zum Satzsieg. Die läuferisch schwache Susanna Ricci-Bitti war offensichtlich mit dem Tempo des Spiels überfordert. Klar entschied das Duo Albrecht/Fleckenstein den ersten Satz mit 6:2 für sich.

Freude über die Goldmedaille im Damen-Doppel
Auch im zweiten Satz holten sich die Deutschen souverän und schnell einen klaren Vorsprung von 5:0. Dann schien es, als nähmen sie, schon siegessicher, das Spiel zu sehr auf die leichte Schulter. Ihnen unterliefen leichte Fehler und die Italienerinnen starteten eine rasante Aufholjagd bis zum 5:5. Wieder vollkommen wach und die Goldmedaille vor Augen, brachen die Frauen ihren Aufschlag nach Hause, um dann endlich mit dem neunten Matchball das Spiel mit 7:5 verdient für sich zu entscheiden. In diesem Spiel zeigte sich, dass Heike Albrecht mit der Debütantin Verena Fleckenstein eine absolut verlässliche Partnerin gefunden hatte. Über lange Strecken war das Spiel sehr ausgeglichen und noch einmal zeigten die Damen bei dieser Europameisterschaft einen ganz erstklassigen Tennis. Mit diesem überzeugenden Sieg geht der deutsche Damentennis an die Front und macht große Hoffnung auf Taipeh.


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