3. Gehörlosen MTB Europameisterschaften
Text: Gottfried Paulus
Datum: 29. Juni 2014
MTB EM Marathon
Gold für Isabelle-Sophie Boberg im Marathon – Defekthexe ärgert Luise Jungnickel
Am letzten Wettbewerb der Mountain-Bike Europameisterschaften gab es für das DGS Team erneut Grund zum Jubeln, aber auch zum Ärgern. Denn Isabelle Sophie Boberg sicherte sich mit einer klugen Fahrweise auf dem schweren 35 km Rundkurs die Goldmedaille. Dagegten ärgerte sich Luise Jungnickel mächtig, dass ihr die Defekthexe einen Streich spielte und ihr eine sichere Medaille verwehrte. Pünktlich um 8.15 starteten die Frauen und Männer gemeinsam in die schwere Prüfung.
Zieleinlauf
Nach einer welligen Strecke ging es dann an die 10 km berghoch, wo sich bald die Spreu vom Weizen trennte. Bei den Frauen setzte sich eine Vierergruppe mit Isabelle und Luise, sowie Renste Telser (Italien) und Xenia Kalibina (Russland) von den restlichen Fahrerinnen ab. Kurz vor dem Kulminationspunkt fuhr Renate Telser einen 20 Sekunden Vorsprung vor Isabelle und Luise raus.
Auf der folgenden schwierigen Abfahrt machten die beiden deutschen Frauen den Rückstand wett und übernahmen die Führung, wobei sich Isabelle an die Spitze setzte und ihren Vorsprung kontinuierlich ausbaute. Am Ende siegte sie nach 2.14,54 Stunden ungefährdet mit 2.31 Minuten Vorsprung vor Renate Telser. Luise Jungnickel erlitt im Schlussabschnitt einen Reifenschaden am Hinterrad und musste mit ohnmächtiger Wut zusehen wie sowohl Telser als auch Kalibina an ihr vorbei zogen. Ohne das Pech von Luise wären sicherlich 2 Medaillen für das DGS Team drin gewesen.
Gold im Marathon für Isabelle Boberg
Bei den Männern fuhren Peter Hiltl und Max Zellmer ein beherztes Rennen. Peter belegte am Ende Platz 15, nachdem er zwischendurch auf Platz 9 am ersten Berg und auf Platz 11 am zweiten Berg war. Auf der Abfahrt zum Ziel verlor er zwar weitere Positionen, doch war seine Leistung aufgrund seiner Verletzung ausgezeichnet, besonders wenn es berghoch ging.
Max Zellmer auf Platz 11 am ersten Berg stürzte in der Abfahrt und fiel dann weit zurück. Er beendete das Rennen letztendlich auf Platz 22. Im ganzen gesehen hat das DGS-Team bei diesem Rennen trotzt Luises Reifenschaden und Max Sturz eine ausgezeichnete Vorstellung gegeben.
Mit zwei Goldmedaillen, und zwei vierten Plätzen kann das Team zufrieden sein, wenngleich die Erfolgsbilanz ohne die verschiedenen Probleme noch ein Stück positiver hätte sein können.
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