Mountain-Bike EM in Kirchberg
Text: Gottfried Paulus; Fotos: DGS Archiv
Datum: 09. Juli 2014
Abschlussbericht
Mit zwei Goldmedaillen im Gepäck und zwei vierten Plätzen durch die Frauen kehrte das Mountain-Bike-Team des DGS am Sonntag 29.Juni von der 3.MTB Europameisterschaft in Kirchberg/Tirol zurück.
Der erfolgreiche Trip hatte allerdings auch seine Schattenseiten, denn im Ganzen gesehen waren es die beiden DGS Frauen die für Jubelstimmung sorgten, während sich die beiden Männer mit diversen Problemen herumschlugen. Fazit: Frau Top – Mann Flop.
Aber der Reihe nach.
Das deutsche Team
Das achtköpfige Team mit den Sportlern Isabelle-Sophie Boberg, Luise Jungnickel, Max Zellmer und Peter Hiltl und dem Betreuerteam mit Gerhard Lehmeyer, Sven Bemann, Jette Müller und Delegationsleiter Gottfried Paulus reiste mit durchaus realistischem Optimismus nach Kirchberg.
v.l. Max Zellmer, Peter Hiltl und Luise Jungnickel
Die Mountain Bike EM wurde zu der erwarteten hervorragend organisierten Veranstaltung, da sich der Österreichische Gehörlosen Sportverband die Infrastruktur des gleichzeitig stattfindenden Kitz-Alp-Bike Festivals zu Nutze machen konnte, und somit in finanzieller Hinsicht nicht übermäßig beansprucht wurde.
Nicht nur aus sportlicher Sicht war von den Gehörlosen alles bestens organisiert. Lediglich die einfach gehaltene Eröffnungsfeier, ohne jedes Programm und die etwas verunglückte Siegerehrung nach dem ersten Wettbewerb waren kleine negative Farbtupfer in Kirchberg.\
Isabell Boberg
Von den deutschen Teilnehmern hatte lediglich Boberg (dreifache Silbermedaillengewinnerin der letzten Deaflympics in Sofia) internationale Erfahrung und sie gehörte auch zu den Medaillenkandidatinnen, was sie mit der Goldmedaille im Marathon auch bewies. Die drei anderen deutschen Teilnehmer bestritten hier ihr internationales Debüt, wobei Jungnickel im Vorfeld durchaus eine Überraschung zugetraut wurde, was sich im Nachhinein mit dem Gewinn der Goldmedaille im Cross Country vollauf bestätigte. Mit etwas mehr Fortune hätten Boberg und Jungnickel im Cross Country und im Marathon weitere Medaillen erringen können. Es sollte halt nicht sein.
Bei den Männern war von Anfang an der Wurm drin, das fing damit an, dass Hiltl im Training vor dem ersten Wettbewerb stürzte und sich am linken Knie verletzte, wonach er seine beiden ersten Rennen gehandicapt bestreiten musste. Erst im abschließenden Marathon-Wettbewerb zeigte er, was bei ihm ohne die Verletzung möglich gewesen wäre.
Max Zellmer
Weitaus größere Probleme hatte Zellmer, nach Materialproblemen im ersten Wettbewerb, Krämpfen im zweiten und einem Sturz im Marathon konnte er sein durchaus vorhandenes Leistungspotential nicht abrufen. Dennoch ist festzuhalten dass Hiltl und Zellmer ihr Bestes gaben, aber in ihrem ersten internationalem Einsatz Lehrgeld zahlen mussten.
Als Fazit ist zu ziehen, dass die Fahrt nach Tirol für das DGS Radsportteam zufriedenstellend verlief, mit Potential nach oben für die nächste EM (Straße) 2016 in Brügge, zumindest bei den Frauen, wo bereits neue Fahrerinnen Ansprüche anmelden.
Abschließend ist noch von Interesse, dass sich der DGS um die Ausrichtung der nächsten MTB Europameisterschaft im Jahr 2018 beworben hat. Doch auch Belgien möchte diese EM ausrichten.
Eine Entscheidung fällt im EDSO-Kongress.
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