4. Futsal Europameisterschaften der Gehörlosen
Text: DGS Team Öffentlichkeitsarbeit, Fotos: Bonchuk Andonov, DGS Archiv
Datum: 28. November 2014
Der aufsehenerregende Einzug ins Finale – ein torreiches Halbfinale ENG vs. GER 6:7 (4:0)
Geschafft !!!!
„Besser als jeder Tatort!“ so kommentiert Bundestrainerin Girruleit das gestrige Spiel der deutschen Auswahl gegen England unter dem nicht enden wollenden Jubel der Mannschaft und der Fans.
Die vom Vortag scheinbar wenig geschwächten Engländerinnen machten von Anfang an das Spiel breit, dadurch gelangen ihnen einfache, schnelle und lange Pässe vor das deutsche Tor. Damit dominierten sie das Spiel in der ersten Halbzeit. Bereits in der 3. Minute hatte Rebecca Kemp ihre erste Chance, sie traf die Latte, legte nach und holte den Führungstreffer für England, das 2:0 fiel in der 6. Minute durch die torgefährliche Danielle Evans.
Melissa Gracic
Das 3:0 erzielte Emma Brown vier Minuten später, López Sánchez flogen die Bälle nur so um die Ohren. Die gegnerische Abwehr stand stabil, Deutschland bekam die erste Torchance durch Gracic erst in der 12. Minute des Spiels. Kurz darauf konnte López Sánchez einen weiteren Schuss durch Evans parieren, die schoss nach zum 4:0. Zum Ende der ersten zwanzig Minuten drehte sich das Spiel, Deutschland spielte weitere Chancen heraus, kam aber nicht zum erfolgreichen Abschluss, Halbzeitstand 4:0.
In der Halbzeitpause fordern die Trainerinnen Einsatz, Kampfgeist und Leidenschaft: „Was wollt ihr erreichen? Wir wollen mit erhobenem Haupt vom Feld gehen, egal wie das Ergebnis am Ende aussehen wird! Es liegt an euch!“
Gleich in der 21. Minute gelingt Laura Wiseman mit einem Weitschuss das fünfte Tor für England und jetzt passiert das, woran schon kaum mehr einer glauben wollte. Mit einem überragenden Schuss macht Ziegler knapp eine Minute später den entscheidenden ersten Treffer für die DGS Mannschaft, der Knoten platzt und jetzt gibt es kein Halten mehr. Bovermann verwandelt einen Handsechsmeter zum 2:5, ein Ruck geht durch die Mannschaft, jede Balleroberung wird bejubelt und genutzt, die deutsche Bank feuert ihre Feldspielerinnen lauthals an, Schritt für Schritt kämpfen sich die Deutschen mit unglaublicher Energie nach vorne. Möller erzielt direkt nach dem erfolgreichen Sechsmeter das 3:5, Schorer schließt Minuten später zum 4:5 auf. England reagiert mit vollem Körpereinsatz, deshalb kommt es in der 31. Minute zum Strafstoß, ausgeführt von Luise Broedner. Die nimmt sich den Ball, legt ihn sich zurecht und gleicht mit einem eiskalten Feger ins englische Tor zum 5:5 aus, es sind noch neun Minuten zu spielen und jedes Foul der Engländerinnen hätte einen weiteren Zehnmeter bedeutet.
Stefanie Ziegler
Die Spannung ist unerträglich und dann ist es wieder die herausragende Ziegler, die die Mannschaft in der 35. und 39. Minute durch ihre erlösenden Treffer auf Erfolgskurs bringt. Zwar holen die Gegnerinnen in der letzten Spielminute noch zum 6: 7 auf, aber das erwachte deutsche Kämpferherz ist stärker.
Der Jubel der Mannschaft nach dem Abpfiff war unbeschreiblich, der Finaleinzug geschafft!
Wenn es den deutschen Frauen gelingt, das Erfolgsgefühl aus diesem unfassbaren Sieg mit ins morgige Finale zu nehmen, die Nerven zu behalten und noch einmal ihren ganzen Mannschaftsgeist aufzurufen, können selbst Russlands starke Futsalfrauen sie nicht einschüchtern.
Tore:
1:0 Rebecca Kemp 3. Minute, 2:0 Danielle Evans 6. Minute, 3:0 Emma Brown 10. Minute, 4:0 Danielle Evans 14. Minute, 0:5 Laura Wiseman 21. Minute, 1:5 Stefanie Ziegler 22. Minute, 2:5 Laura Bovermann 24. Minute (Handsechsmeter), 3:5 Laura Möller 24. Minute, 4:5 Anja Schorer 30. Minute, 5:5 Luise Broedner 31. Minute (Zehnmeter), 6:5 Stefanie Ziegler 35. Minute, 7:5 Stefanie Ziegler 39. Minute, 6:7 Danielle Evans 39. Minute.
Finalbegegnungen morgen 29.11. um 14 Uhr Deutschland vs. Russland
sonstiges Ergebnis der Halbfinals
Russland vs. Spanien 4:0 (0:0)
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