Drei Siege, eine Niederlage
Text: Anne Köster, Fotos: Verena Fleckenstein
Datum: 22. Juni 2021
Albrecht, Breitenberger und Schäffer stehen im Viertelfinale, Kaufmann scheidet aus
21.06.2021
Cedric Kaufmann vs Mario Kargl (AUT)
3:6, 2:6
Es ist heiß auf dem Court, 33 Grad im Schatten, der Himmel wolkenlos, als der junge Kaufmann ins Achtelfinale gegen den an 6 gesetzten erfahrenen Mario Kargl auf den Court geht. Kargl ist ein gefährlicher und explosiver Gegner, der mit Köpfchen spielt. Dazu kommt seine Erfahrung auf dem internationalen Tennis Parkett. Der junge Deutsche ist hochambitioniert, seinen Sieg gegen Novelli noch im Rücken, will er die schnellen Punkte machen.
Cedric Kaufmann
Es ist ein auf beiden Seiten stark gespieltes Match, Kaufmann greift immer wieder an, Kargl pariert gekonnt. Bis zum 3:3 hält Kaufmann hervorragend mit, die Zuschauer sehen tolle Ballwechsel. Dann spielt ihm seine Ungeduld einen Streich, er spielt auf Risiko und ihm unterlaufen zu viele kleine Fehler. Die nutzt Kargl, um den ersten Satz mit 6:3 nach drei von Kaufmann abgewehrten Satzbällen für sich zu entscheiden.
Auch im zweiten Satz macht Kargl gleich den Break, bringt seinen Aufschlag durch und obwohl Kaufmann noch zwei Punkte holt, geht es dann schnell. Kaufmann spielt vorwiegend Vorhand, Kargl sieht den Vorteil und hält seinen Gegner mit Crossschlägen auf Distanz. Er macht den Sack mit 6.2 zu.
Kaufmann hatte mit vollem Einsatz wirklich gutes Tennis gespielt, er ist auf dem besten Weg, sich seinen Platz im internationale Gehörlosen Tennis zu erarbeiten und dafür tut er viel.
Vladislav Abramov (RUS) vs Sebastian Schäffer
6:3, 2:6, 1:6
Schäffers Gegner Abramov bevorzugt sehr schnelle Grundschläge, Schäffer begegnet dem mit konsequentem Crossspiel. Bis zum 3:4 aus deutscher Sicht geht die Taktik auf, dann macht Schäffer die Hitze zu schaffen, er verliert den Rhythmus und auch den ersten Satz mit 3:6.
Sebastian Schäffer
Schäffer stellt seine Taktik um, im zweiten Satz versucht er die Ballwechsel kurz zu halten, schneller an die Punkte zu kommen. Seine Schläge variieren, damit er höht er den Druck auf den jungen Russen, der wiederum viel Kraft durch Laufarbeit verliert. Die Taktik geht auf und Schäffer holt sich den Satz mit 6:2.
Der dritte Satz bricht Abramov endgültig, allein das erste hart umkämpfte Aufschlagspiel von ihm dauert acht Minuten und wird ihm dann von Schäffer abgenommen. Das verleitet Abramov zu risikoreichem Spiel, mit dem Ziel, die schnellen Punkt zu machen. Seine Fehlerquote steigt und endlich nach zweieinhalb Stunden holt sich Schäffer mit 6:1 den Sieg und kann glücklich und zufrieden aus der Sonne.
Heike Albrecht vs Cristina Abrami (ITA)
6:1, 6:0
Albrecht hat gegen die Italienerin ein erwartungsgemäß relativ einfach und gutes Einstiegsspiel ins Turnier. Sie konnte sich an die Bälle und Bodenbeschaffenheit gewöhnen, um ab Mittwoch im Viertelfinale dann ihr volles Potenzial ausschöpfen zu können. Nach dem ersten hart umkämpften Aufschlag übernahm die Deutsche die volle Kontrolle über das Spiel. In einem schnellen, kräfteschonenden Match fegte sie Abrami vom Platz. Auf sie warte ein harter Tag mit dem Doppel und dem Mixed.
Heike Albrecht (li.)
Urs Breitenberger vs Sercan Yesilova (TUR)
6:2, 6:1
Auch Breitenberger stand zum ersten Mal im Turnier auf dem Platz. Er kennt den türkischen Gegner und weiß, dass er nicht zu unterschätzen ist. ER geht schnell mit 3:0 in Führung, bis zum 5:2 ist das Spiel ausgeglichen. Dann holt sich Breitenberger den Break zum 6.2.
Urs Breitenberger
Auch im zweiten Satz geht Yesilova gut mit, Breitenberger dreht auf und gewinnt mit 6:1. Für ihn hat alles gepasst, der Gegner hat es ihm nicht leicht gemacht und er ist damit gut in den Wettkampf gekommen.
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