32. Hallen-DM in Mannheim
Frederike Müller/Steffen Rosewig
Fotos: Anton Schneid
Datum: 26. März 2010
32. Deutsche Gehörlosen-Hallenmeisterschaften in Mannheim am 13.03.2010
Am 13.03.2010 fanden die 32. Deutschen Gehörlosen-Hallenmeisterschaften in der OSP/LZZ Leichtathletik- und Trainingshalle des MTG Mannheim statt.
Über 60m Sprint bestätigte Matthias Fischer seinen Titel mit 7,3 sec., dicht gefolgt von Florian Schlosser mit 7,39 sec und nur 9 hundertstel hinter dem alten und neuen Deutschen Meister. Christoph Bischlager belegte mit 7,64 sec. Platz 3. Auch über 200m Sprint konnte Matthias Fischer seinen Titel mit 23,09 sec. und einem klaren Vorsprung von mehr als 3,5 sec. vor Marcus Bayer (26,47) eindeutig verteidigen. Dritter wurde Andreas Pfab (26,73 sec.).
Der Wettbewerb über 800m der Männer wurde von 5 Läufern ausgetragen. Sieger wurde Robin Bayer (2:22,85) vor seinem Bruder Marcus Bayer (2:23,29). Katrin Wolter lief als Frau außer Konkurrenz mit. Thomas Göpfert (8:56,45), Daniel Helmis(8:57,65), Valentin Schumann(9:11,82) und Lukas Pudschun(9:26,32) belegten in genannter Reihenfolge erwartungsgemäß und entsprechend ihrer Nominierung für die Cross Country EM in Baile Felix/ROM im April die ersten vier Plätze über 3000m Langstrecke.
Den Weitsprung der Männer gewann, wie erwartet, Florian Schlosser mit 6,14m vor Christoph Bischlager (5,51m), der auch beim Hochsprung (1,7m) den Vizetitel errang. Hier ging der Meistertitel an Marc Kotowenko mit 1,75m. Im Kugelstoßen gewann Christoph Bischlager dann mit 13,29m vor Hanjo Klimpel (12,89m) und nahm ihm damit den Meistertitel ab.
In der männlichen Jugend A gewann Robin Bayer, Fußballnationalspieler im DGS, beide Sprintdisziplinen (7,68 sec/25,29 sec) und holte auch im Weitsprung (5,78m) den Titel. Das Talent Marcus Seeburger holte bei der männlichen Jugend B Gold über 60m (7,60 sec), über 200m (24,95 sec) und über 800m (2:33,54 min). Im Vergleich zum Vizemeister der Männer liegt er mit dem Ergebnis über 200m deutlich vor dem Vizemeister Marcus Bayer mit 26,47 sec. Im Hochsprung gewann Axel Bräuninger mit guten 1,70m und gleicher Höhe wie Christoph Bischlager vor Kevin Bayer und im Kugelstoßen belegte Mario Glass mit 9,58m Platz 1. Kevin Bayer holte sich konsequent in fast allen Disziplinen den Vizetitel.
Wie immer gab es bei den Schülern A rege Teilnahme, die hoffentlich auch in den nächsten Jahren erhalten bleibt und neue Nachwuchstalente hervorbringt. Marcus Hollweck überzeugte mit dem Titelsieg in drei Disziplinen, 60m Sprint (8,19 sec), Hoch- und Weitsprung (1,39m und 5,08m), und einem Vizetitel über 1000m (3:23,58 min) hinter Robin rüger (3.20,67 min). Erwartungsgemäß holte Patrick Hofsetz bei den Schülern B, schon lange ungeschlagen und talentiertester Läufer seiner Klasse, den Titel im Sprint (8,84 sec) wie auch über 1000m (3:37,59 min).
Bei den Schülern C und D machten Mirko Seeburger und Fabian Pufhan von sich reden.
Beide Sprintstrecken der Frauen gewann Georgina Schneid (8,51 sec und 28,03 sec), die nun in der Frauenklasse startet und als Siebenkämpferin schon mehrfach ihre Klasse unter Beweis gestellt hatte.
Den Weitsprung gewann Marta Dausch mit 4,72m vor Bastienne Bischof mit 4,69m, Dritte wurde Georgina Schneid mit 4,37m. Den Kugelstoß der Frauen gewann die WJA-Athletin Felicitas Merker mit 8,84m und ließ damit die Frauenkonkurrenz hinter sich. Der zweite Platz ging an Georgina Schneid (8,02m), die als Siebenkämpferin in möglichst allen Disziplinen antritt.
In der weiblichen Jugend B zeigte Jessica Urbanski mal wieder, dass sie zur absoluten Spitzenklasse gehört. Sie gewann die 60m in sagenhaften 7,88sec, nicht nur ihre persönliche Bestleistung, sondern auch deutsche Hallenbestleistung für das Sprinttalent. Auch über 200m gewann Jessica Urbanski mit sehr guten 26,57sec und einer neuen Jugendbestleistung der Klasse WJB bedeutete. In beiden Sprintdisziplinen gab Jessica Urbanski damit eine Zeit vor, die von den Frauen nicht erreicht wurde. Aber nicht nur in ihren Paradedisziplinen schraubte sie den Maßstab hoch, auch im Weitsprung (5,09m) und im Kugelstoßen (8,66m) holte sie Gold. Ihre vielseitige Begabung in der Leichtathletik prädestiniert die internationale bereits erfolgreiche junge Athletin möglicherweise zu einer weiteren Siebenkämpferin im DGS Kader.
Die 13jährige Clara Friedrich aus Kassel, Schülerinnen B, überraschte, mit einer Zeit von 8,61sec lag sie lediglich 10 Zehntelsekunden hinter dem Ergebnis der Meisterin der Frauen, Georgina Schneid, und holte neben dem Titel ebenfalls deutsche Hallen-Schülerbestleistung.
Mit Nachwuchs wie Marcus Seeburger, Robin und Kevin Bayer, Marco Hollweck, Patrick Hofsetz und Clara Friedrich hat der Leichathletikkader eine gute Chance, die Riege der Athleten erfolgreich zu ergänzen und für die Zukunft zu einer leistungsstarken Kader aufzubauen.
Der DGS Leichtathletikkader dankt dem Kampfgericht unter der Leitung von Frau Maaßen für seinen Einsatz und den Ausrichtern der Gehörlosen Sport- und Kulturgemeinschaft Mannheim unter die Leitung von 1. Vorsitzender Rainer Kühn für die gute Vorbereitung und Organisation der Meisterschaften.
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