Sportschießen-EM 2011 in München
Text: Katja Kluttig, Foto: Peter Fiebiger
Datum: 14. September 2011
12. Schießsport-Europameisterschaften der Gehörlosen
vom 02. – 08. September 2011 in München
Abschlussbericht
Die 12. Schießsport-Europameisterschaften der Gehörlosen sind zu Ende und damit eine ebenso erfolgreiche wie innovative Veranstaltung.
Die Olympiaschießanlage „Hochbrück“ bot beste Voraussetzungen für alle Disziplinen und einen würdigen Rahmen für die EM. Der Deutsche Schützenbund, dessen Präsident Josef Ambacher die Schirmherrschaft übernommen hatte, unterstützte die Veranstaltung auch mit Kampfrichtern aus den eigenen Reihen.
Die Organisation vor Ort lief reibungslos und die Stadt München hatte zur Eröffnung einen Empfang für alle Delegationen mit regionalen Spezialitäten ausgerichtet und damit die Gastfreundschaft der bayerischen Metropole unterstrichen.
Sportlich gab es eine wesentliche Neuerung, denn erstmals wurden bei einer EM im Gehörlosen-Schießsport getrennte Frauen- und Männerwettkämpfe durchgeführt. Bei einer Teilnehmerzahl von nur 63 Schützinnen und Schützen aus 15 Ländern maßen sich bei diesen Europameisterschaften nur die Besten. Viele Teilnehmerländer hatten nur einzelne Sportler geschickt.
Ganz vorn im Medaillenspiegel lag die Ukraine mit dem Pistolenschützen Oleksandr Kolodii und der Gewehrschützin Olga Komarenko die beide jeweils drei Einzelgoldmedaillen gewannen. Russland gewann dreimal Mannschaftsgold und holte den ersten Titel im Luftpistolenwettbewerb der Frauen.
Der Schweizer Thomas Mösching gewann drei Einzeltitel in den Gewehrdisziplinen und verwies Ingo Schweinsberg, seinen langjährigen Freund und sportlichen Rivalen auf die Plätze.
Mira Biatovszki aus Ungarn holte den Titel im 10m Luftgewehr der Frauen. Wie Mösching war auch sie als einzige Sportlerin aus ihrem Land angetreten, ebenso der Tscheche Marek Bartosek, der zweimal Silber gewann.
Deutschland kam mit 2x Gold, 3x Silber und 6x Bronze in der Gesamtwertung auf Platz 4 und blieb damit etwas hinter den Erwartungen zurück, was insbesondere im Fall von Ingo Schweinsberg auch daran lag, dass er stark in die organisatorische Vorbereitung der EM eingebunden war.
Erfreulich dagegen, dass das DGS-Team mit einem jungen Talent aufwarten konnte: Erik Hess, der gemeinsam mit Marco Baron und Ingo Schweinsberg Gold im Mannschaftswettbewerb Luftgewehr gewann.
Neun neue Welt- und Europarekorde wurden aufgestellt, deren Anerkennung noch aussteht. Darunter auch ein Rekord von Werner Lackerbauer im Wettkampf 25m Zentralfeuerpistole.
Die deutschen Medaillen im Überblick:
Gold: Werner Lackerbauer (25m Zentralfeuerpistole), Ingo Schweinsberg, Marco Baron, Erik Hess (10m Luftgewehr, Männer Mannschaft)
Silber: Werner Lackerbauer (25m Schnellfeuerpistole), Jutta Schweinsberg-Rott, Marion Zimmermann, Manuela Rother (10m Luftgewehr Mannschaft), Ingo Schweinsberg, Bert Böhmer, Dieter Link (50m KK liegend Mannschaft)
Bronze: Ingo Schweinsberg (50m KK 3 Positionen), Werner Lackerbauer, Bodo Funcke, Gerhard Drönner (25m Schnellfeuerpistole Mannschaft), Ingo Schweinsberg (10m Luftgewehr, Werner Lackerbauer, Bodo Funcke, Ingo Schweinsberg (25m Standardpistole Mannschaft), Jutta Schweinsberg-Rott (50m KK liegend), Ingo Schweinsberg (50m KK liegend)
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