Heike Albrecht ist Juniorsportlerin 2008
Anne Köster
Foto: Peter Fiebiger, DGS-Vize Öffentlichkeitsarbeit
Datum: 02. November 2008
Heike Albrecht – die junge Tennisspielerin erhält den Juniorsportlerpreis 2008!
Dieses Jahr fiel die Entscheidung bei der Vergabe des Sonderpreises der Stiftung Deutsche Sporthilfe für hervorragende Leistungen im internationalen Gehörlosen Sportgeschehen nicht schwer. Die 17jährige Heike Albrecht wird heute in Düsseldorf als Juniorsportlerin des Jahres 2008 geehrt.
Von der 11. Tennis Europameisterschaft der Gehörlosen in Bukarest/ROM in diesem Sommer kehrte sie als neuer Stern am Himmel des europäischen Tennis nach Hause zurück. In einem Teilnehmerfeld von 15 Spielerinnen aus 9 Nationen – darunter starke Gegnerinnen aus Italien, Frankreich und Spanien – brachte sie als jüngste deutsche Teilnehmerin und zweitjüngste Teilnehmerin der gesamten Meisterschaft aus jeder Disziplin – Einzel, Doppel und gemischtes Doppel – die Goldmedaille mit nach Hause.
Zum ersten Mal hatte sie im Alter von 13 Jahren bei den Deaflympics in Melbourne 2005 Silber gewonnen, gemeinsam mit Partner Ronald-Oliver Krieg im gemischten Doppel. Ein Jahr später beim British Open in Nottingham/GBR erreichte sie weitere hohe Platzierungen – Platz eins im deutsch-deutschen Finale mit Urs Breitenberger gegen das gemischte Duo Gunnar Kett/Tatjana Hebing und Platz 2 gegen die Topfavoritin Barbara Oddone aus Italien im Einzel. 2007 in München bei den Mannschaftsweltmeisterschaften gelang es ihr in einem großen Teilnehmerfeld mit Tatjana Hebing und Annika Mierke den Vizemeistertitel für Deutschland erfolgreich zu verteidigen.
Bei der EM 2008 in Bukarest ging es ihr um mehr. Ihr erklärtes Ziel war, Barbara Oddone den Titel im Einzel abzunehmen. Dafür musste sie zuerst an der Spanierin Beatriz Villamandos Llorenzo und der Französin Sophie Bernard vorbeikommen, zwei nicht zu unterschätzende starke Gegnerinnen, beide noch neu im internationalen Tennis der Gehörlosen. Heike zeigte in allen Spielen nicht nur eine konstant ausgezeichnete und vor allem reife Leistung. Viel mehr noch steigerte sie sich und nutzte die Gelegenheit, um gemeinsam mit den Bundestrainern Peter Mende und Dr. Frank Mollenkopf im Verlauf des Turniers an Schwächen zu arbeiten. Bestens vorbereitet und perfekt eingestellt ging sie in ihr großes Finale gegen die langjährige Titelverteidigerin Barbara Oddone, die sie in zwei Sätzen mit 6:2/6:3 schlug.
In den Doppeldisziplinen hatte sie mit Urs Breitenberger und Neuling Verena Fleckenstein die perfekte Ergänzung. Auch hier überzeugte sie mit hundertprozentigem Einsatz und großartigem Tennisspiel und machte den Höhepunkt ihrer internationalen Tenniskarriere, den Europameistertitel im Einzel, mit zwei weiteren Goldmedaillen vollkommnen.
Der DGS gratuliert Heike Albrecht ganz herzlich zu diesem Ehrenpreis und zu der damit verbundenen Anerkennung ihrer hervorragenden Leistung durch die Stiftung Deutsche Sporthilfe.
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