Deutschlands Futsal-Damen vor der Reifeprüfung

Vom 09. bis 22. März 2026 blickt die Gehörlosen-Sportwelt nach Kroatien. In der idyllischen Küstenstadt Porec greift die deutsche Futsal-Nationalmannschaft der Frauen bei der 7. Europameisterschaft nach den Sternen – und nach Wiedergutmachung.

Nach dem bitteren Vorrunden-Aus bei der WM 2025 in Montesilvano, dem ersten in der Geschichte des DGSV-Teams, steht die Auswahl von Bundestrainerin Laura Hesseln unter besonderer Beobachtung. Italien war eine harte Lektion: Während man gegen Ungarn glänzte, offenbarten die Partien gegen Japan und Polen defensive Lücken, die auf diesem Niveau gnadenlos bestraft wurden. Doch der versöhnliche 9. Platz und die Dominanz in der Platzierungsrunde haben gezeigt: Die Qualität ist da. Nun muss sie in der Žatika Arena von Porec über die volle Distanz abgerufen werden.

Kontinuität trifft auf frische Impulse

Das Trainergespann Hesseln/Hoffmann setzt auf eine Mischung aus bewährten Kräften und neuen Akzenten. Mit Amanda Wysocka (Real E Non Solo), die bereits in Italien als Torgarantin glänzte und erfahrenen Stützen wie Claire Alfes (GTSV Frankfurt) und Sarina Krieg (GTSV Essen), bleibt das Gerüst stabil. Neu im Teamumfeld ist die athletische Betreuung durch Benno Dieudonné, dessen Berufung eine klare Antwort auf die Analyse der WM ist: Physische Präsenz und Konzentration bis zur letzten Sekunde sind die erklärten Ziele.

Als Kapitäninnen führen Adelina Worseck (GTSV Essen) und Claire Alfes (GTSV Frankfurt) das deutsche Team bei der Europameisterschaft in Poreč an.

Der 14-köpfige Kader für Porec:

Claire Alfes (GTSV Frankfurt), Denise Bludov (GSV Würzburg), Ngoc Mai Nguyen (Berliner SC Comet), Jana Scheffe (GSV Karlsruhe), Nina Schlindwein (GSV Karlsruhe), Sarina Krieg (GTSV Essen), Julia Öfele (GSV Karlsruhe), Sophie Schaub (GSV Würzburg), Michèle Schirkonyer (Dresdner GSV), Philine Sturm (Dresdner GSV), Alma Syla (GTSV Frankfurt), Anna Wettin (Dresdner GSV), Adelina Worseck (GTSV Essen), Amanda Wysocka (Real E Non Solo).

Kaltstart gegen die Niederlande

Die Auslosung meint es spannend mit dem deutschen Team. Deutschland hat die Ehre, das gesamte Turnier am 09. März um 12:15 Uhr gegen die Niederlande zu eröffnen. Ein Sieg im Auftaktmatch wäre das psychologische Signal, das nach den Erfahrungen des Vorjahres dringend benötigt wird.

Die Gruppenspiele in der Žatika Arena (Feld 1):
Spiel 1: 09.03. | 12:15 Uhr | Niederlande
Spiel 2: 11.03. | 10:00 Uhr | Ungarn
Spiel 3: 13.03. | 15:30 Uhr | Schweden
Spiel 4: 15.03. | 10:00 Uhr | Türkei (zurückgezogen, Wertung als Sieg für D)
Spiel 5: 17.03. | 13:30 Uhr | Irland

Da die Türkei das Team zurückgezogen hat, stehen drei Punkte bereits sicher auf dem Konto. Dennoch ist die Gruppe mit Schweden und Irland – beides Nationen, die bei der WM vor Deutschland landeten – eine echte Reifeprüfung.

Das Ziel ist klar definiert

Die Marschroute für Porec ist deutlich: Die Defensive stabilisieren und die "eiskalte Chancenverwertung", die man in der Platzierungsrunde von Montesilvano zeigte, von der ersten Minute an zu etablieren. Sollte die Mannschaft die Gruppenphase überstehen, warten am 19. März die Halbfinals. Das große Ziel bleibt das Finale am 21. März um 17:00 Uhr.

"Wir haben die Lehren aus Italien gezogen. In Kroatien wollen wir beweisen, dass wir nicht nur spielerisch, sondern auch mental zur europäischen Spitze gehören."

So bist Du live dabei

Fans müssen nicht vor Ort sein, um das Team zu unterstützen. Alle Spiele werden live auf dem Official EDFC YouTube Channel übertragen. Aktuelle Ergebnisse gibt es zudem auf der offiziellen Turnierseite www.edfc26.com.

Die Eröffnungsfeier am 9. März um 09:30 Uhr markiert den Startschuss. Wir sind gespannt, ob die DGSV-Damen den kroatischen Parkettboden zum Glühen bringen!