Physiotherapeutin mit Handball- und Bundesligaerfahrung bei den Deafgirls

Text und Bild: Johannes Weber

Nicht nur das Trainerteam der gehörlosen Handball-Frauen-Nationalmannschaft bringt viel Erfahrung mit – auch Physiotherapeutin Alina Diekmeyer gehört fest zum Team der Deafgirls. Zwischen 2016 und 2019 betreute sie den TuS N-Lübbecke sowohl in der 1. als auch in der 2. Handball-Bundesliga und sammelte dort umfassende Erfahrungen im professionellen Mannschaftssport. Dabei war sie Teil eines medizinischen Teams aus drei Physiotherapeuten und zwei Mannschaftsärzten.

Nach dem Abitur begann Alina im Alter von 19 Jahren ihre Ausbildung zur Physiotherapeutin. Bereits während der Ausbildungszeit führte sie ihr Weg in den Handball, wo sie seit 2011 verschiedene Mannschaften physiotherapeutisch betreute. Der Schwerpunkt ihrer Tätigkeit lag dabei vor allem im Herrenhandball. Über mehrere Jahre war sie fester Bestandteil des Betreuungsteams einer Landesliga-Herrenmannschaft. Zusätzlich sammelte sie Erfahrungen im Jugendleistungsbereich bei NSM Nettelstedt in der Jugendbundesliga, wo sie gemeinsam mit weiteren Physiotherapeuten tätig war. Zeitweise betreute sie außerdem die LIT 1. Damenmannschaft.

Neben ihrer praktischen Arbeit absolvierte Alina den Bachelorstudiengang Gesundheitspsychologie und Medizinpädagogik und entwickelte sich auch fachlich kontinuierlich weiter. Heute arbeitet sie als Physiotherapeutin in einer Rehabilitationsklinik am Starnberger See und ist zusätzlich als Dozentin tätig, unter anderem für ausländische Physiotherapeutinnen und Physiotherapeuten. Darüber hinaus begleitet sie als freie Rednerin Trauungen, Willkommensfeiern und Trauerfeiern.

Auch für den Deutschen Gehörlosen-Sportverband war Alina Diekmeyer bereits mehrfach international im Einsatz. Sie betreute Sportlerinnen und Sportler bei den Deaflympics in Brasilien und Tokio sowie bei Weltmeisterschaften im Schwimmen in Argentinien und im Golf in Australien. Innerhalb des DGSV übernahm sie zudem die stellvertretende Leitung im physiotherapeutischen Bereich. Seit rund einem Jahr gehört sie fest zum Team der Deafgirls.

Über ihre Motivation sagt Alina:

„Mich begeistert am Handball vor allem die Dynamik und die Emotionalität des Sports. Spiele können sich innerhalb weniger Minuten komplett verändern, genau das macht ihn für mich so spannend. Besonders schätze ich aber den Zusammenhalt innerhalb der Mannschaft. Bei den Deafgirls fühle ich mich sehr wohl und freue mich darauf, die Entwicklung des Teams weiter begleiten zu dürfen. Natürlich hoffe ich auch, bei der Weltmeisterschaft 2027 in Serbien wieder aktiv dabei zu sein und gemeinsam viele besondere Momente zu erleben.“