Unterschied zwischen Hörenden und Gehörlosen
Grundsätzlich wird nach den gleichen Regeln gespielt. Der Schiedsrichter setzt seine Pfeife und dabei die Handzeichen vermehrt optisch ein. Da keine Hörhilfen getragen werden dürfen, achten die Spieler wachsamer auf sonstige Zeichen und verständigen sich auf der Platte mit Handzeichen. Hinweise vom Trainer werden unterstützend auf eine Tafel geschrieben.
Die Wettkämpfe
Es werden Europameisterschaften und Weltmeisterschaften ausgetragen. Seit 1967 sind wir bei den Europameisterschaften dabei, organisiert von der European Deaf Sports Organisation (EDSO). Der Weltverband, das International Committee of Sports for the Deaf (ICSD), trägt seit 2014 Weltmeisterschaften aus. Alle 4 Jahre finden die Deaflympcis statt.
Startberechtigung
Wer darf bei den Wettkämpfen starten? Dabei ist der Hörstatus entscheidend. Ein Audiogramm mit einem beidseitigen Hörverlust von mindestens 55 dB muss nachgewiesen werden. Während der Wettkämpfe dürfen keine Hörhilfen getragen werden. So wird für alle eine möglichst faire Situation geschaffen, da der Grad des Hörverlustes unterschiedlich und die Kompensation durch eine Hörhilfe größer oder kleiner sein kann.
Erfüllst Du alle Kriterien und spielst mit Begeisterung Handball, dann schreiben uns eine Nachricht an: handball@dg-sv.de, handballfrauen@dg-sv.de
News
Deafboys sind Vize-Europameister
Es hat heute nicht sollen sein: Die Deafboys unterlagen im Finale nach einem großen Kampf und einer lange auf Augenhöhe spielenden deutschen Mannschaft bei der Männer-Handball-Europameisterschaft (EM) der Gehörlosen gegen Kroatien mit 21:27. Dennoch kann das Team von Bundestrainer Alex Zimpelmann stolz sein. Der zweite Platz ist aller Ehren wert und sie werden im nächsten Jahr an den Deaflympics in Tokio teilnehmen.
In der ersten Halbzeit ging es für die Deutschen gut los. Bis zur neunten Spielminute konnten die Spieler um Mannschaftskapitän Dominik Götz einen 5:2 Tore Vorsprung herausarbeiten. Nach der Auszeit der Kroaten kamen diese ran und gingen in Führung. Wer jedoch gedacht hat, dass Kroatien jetzt davonzieht, lag falsch. Die Einzelmanndeckung gegen den Spielmacher der Kroaten, Pero Jukic, zahlte sich aus. Die volle Halle stand hinter den Deafboys wie eine Wand. Und so ging es mit einem 10:10 in die Halbzeit.
In Hälfte zwei erhöhten die Kroaten das Tempo. Aber auch hier konnten die Deafboys gut mithalten. Noch in der 39. Minute stand es 14:14. Die Einstellung der deutschen Mannschaft passte, die Emotionen nach wie vor sehr hoch. Immer wieder keimte Hoffnung auf. Doch die Kroaten waren einfach zu clever, um dieses Spiel aus der Hand zu geben. Letztendlich gewannen sie mit 27:21 und sind verdient Europameister.
Bundestrainer Alex Zimpelmann zum Spiel: „Wir haben ein sehr gutes Spiel gemacht. Wir haben gut hineingefunden und immer wieder Lösungen im Angriff gefunden. Die Taktik, die wir uns ausgedacht haben, ging auf. Wir haben diszipliniert gespielt, aber leider dann doch verloren. Und das tut einfach weh.“
Der „Player oft the Match" wurde unser Jörg Tomaschewski.
Im Spiel um den dritten Platz setzte sich der Favorit Frankreich gegen Serbien durch. Nur zu Beginn konnte der Außenseiter mithalten. Zug um Zug übernahm Frankreich die Initiative und siegte souverän gegen die Männer vom Balkan, die im Spiel zwei rote Karten kassierten, mit 40:19 und gewann damit die Bronzemedaille. Der „Player oft the Match“ wurde der Franzose Alan Poultier.
Die "Deafboys" stehen im Halbfinale
Die Gehörlosen-Männer-Nationalmannschaft hat das erste Etappenziel erreicht: Sie stehen trotz einer deutlichen 22:32 Niederlage gegen Weltmeister Kroatien im Halbfinale der Europameisterschaft. Dort trifft das Team von Bundestrainer Alexander Zimpelmann auf die Auswahl von Frankreich.
Mit zwei gewonnen Spielen zum Auftakt der Europameisterschaft konnten die Vizeweltmeister ihre Siegesserie heute nicht fortsetzen. Kroatien war einfach zu stark.
Es ging schon nicht gut los: Das deutsche Team fand nur sehr schwer ins Spiel. Das erste Tor gelang den Männern um Kapitän Dominik Götz erst in der achten Minute. Zu diesem Zeitpunkt führte die kroatische Mannschaft bereits mit 5:0. Anschließend wurde der Spielstand auf 5:7 verkürzt. Die Kroaten legten wieder zu und führten zur Halbzeit mit 15:8. In der zweiten Halbzeit wurde es nicht besser. Die Deafboys vergaben beste Chancen und der Gegner erzielte Tor um Tor. Zum Glück stand Gero Gertenbach im Tor, der in der zweiten Hälfte etliche Paraden zeigte. Und so endete das Spiel mit einer 22:32 Niederlage.
Alexander Zimpelmann zum verlorenen Spiel: „Wir haben die Kroaten leider von Anfang an nicht in den Griff bekommen. Wir wollten ihnen Aufgaben stellen, die sie hätten meistern müssen. Aber auch das gelang heute nicht. Das Team musste nach dem 0:5 einem großen Abstand hinterherlaufen, dabei sind wir viel zu oft über die Mitte gekommen. Ich muss sagen, dass die Kroaten heute einfach besser waren und sie verdient den Sieg mit nach Hause nehmen konnten.“
Zum „Player of the Match“ wurde der Torwart der Kroaten, Bruno Varsic, gewählt. Im ersten Spiel trafen die Teams aus Frankreich und Serbien aufeinander. In der ersten Halbzeit konnte sich keine Mannschaft entscheidend absetzen und so stand es nach 30 Minuten 12:9 für Frankreich. Im Durchgang zwei konnte Frankreich den Vorsprung zwischenzeitlich auf sechs Tore erhöhen. Am Ende siegten sie mit 27:23. Der „Player oft he Match“ wurde der Franzose Anthony Bagrowski, der drei Tore zum Sieg beisteuerte.
„Deafboys“ gewinnen auch das zweite Spiel
Mit 28:19 Toren gewannen die Deutschen Handballer auch das zweite Spiel bei der Europameisterschaft der Gehörlosen. Die deutsche Mannschaft kam nicht überzeugend ins Spiel und setzte sich erst zum Ende der ersten Hälfte ab. Zur Halbzeit führte das Team von Bundestrainer Alexander Zimpelmann mit 14:7. Auch in der zweiten Hälfte wurde es nicht viel besser. Am Ende konnte das Team um Kapitän Dominik Götz, mit zehn Toren der erfolgreichste Werfer der deutschen Mannschaft, das Spiel aber mit 28:19 gewinnen.
Der Bundestrainer meinte: „Wir waren von Anfang an nicht so richtig bei der Sache, haben zu viele Fehler gemacht. Dadurch sind wir dann ins Trudeln geraten. Die Abwehr stand bei uns gut, bis auf die Abpraller, die wir oft nicht bekamen. Insgesamt bin ich mit dem Spiel nicht zufrieden. Aber wir nehmen zwei Punkte mit. Und das zählt am Ende.“
Als „Player oft the Match“ wurde der Torwart von Frankreich, Hugo Vincent ausgezeichnet.
Im ersten Spiel des heutigen Tages konnte sich Kroatien deutlich gegen Serbien durchsetzen. Der Weltmeister konnte den guten Eindruck aus dem ersten Spiel bestätigen und siegte mit 33:22. Zum „Player of the Match“ wurde der serbische Torwart Milos Brankovic gewählt.
Der Dienstag ist spielfrei. Am Mittwoch geht es mit den letzten Vorrunden-Partien weiter:
Serbien – Frankreich um 16:00 Uhr
Deutschland – Kroatien um 19:00 Uhr
Erfolgreicher Auftakt für die „Deafboys“
Bei der Handball-Europameisterschaft der Gehörlosen feierte die deutsche Mannschaft gegen Serbien einen ungefährdeten 33:22 (18:9) Erfolg.
Dazu trug Dominik Götz, der gebürtige Frankenthaler erstmals in seiner Geburtsstadt die Kapitänsbinde. Da war ihm schon vor dem Anpfiff die Anspannung anzumerken. „Eine größere Ehre gibt es nicht. In meiner Heimatstadt erstmals als Kapitän die Mannschaft auf das Spielfeld zu führen. Das ist ein Riesending, das man nicht vergisst“, sagte Götz.
Dabei erwies sich diesmal der Jüngste im Team, der erst 17 Jahre alte Vincent Uben mit sechs Toren als der erfolgreichste Schütze und wurde als „Match of the Player“ ausgezeichnet. Wir hatten heute mit einer stärkeren körperlichen Präsenz von Serbien gerechnet, aber es hat sich gezeigt, dass unser System mit Fünf-Eins zu agieren, genau das Richtige ist“, sagte Zimpelmann.
Aber zufrieden war der Bundestrainer trotz des klaren Ergebnisses nicht. „Wir hatten einige Nachlässigkeiten, aber es darf auch nicht sein, dass plötzlich im Angriff jeder macht, was er will“, kündigte Zimpelmann eine Analyse mit der Mannschaft an.
Bereits im Eröffnungsspiel besiegte Weltmeister Kroatien mühelos, Frankreich mit 28:16 (14:6) Toren. Überragender Akteur war der kroatische Profi Tomislav Boznjak, der auch Player of the Match ausgezeichnet wurde.
Möglichkeiten gibt es viele. Als aktive Spielerin oder Spieler in den Mannschaften der Frauen oder Männer, im Kader zur Unterstützung von Trainern und Spielerinnen- sowie Spielerbetreuung. Technik, Medien und Öffentlichkeitsarbeit wollen wir auch immer weiter ausbauen. Finanziell kannst Du uns schon mit einem kleinen jährlichen Beitrag helfen!
Medien
Unterstütze die Öffentlichkeitsarbeit der Männer mit Deinem Know-how. Komm in unser Team und helfe ehrenamtlich mit. Unsere Mannschaft freut sich über Deine Unterstützung im redaktionellen und technischen Bereich.

Ein Audiogramm mit einem beidseitigen Hörverlust von mindestens 55 dB muss nachgewiesen werden. Während der Wettkämpfe dürfen keine Hörhilfen getragen werden. So wird für alle eine möglichst faire Situation geschaffen, da der Grad des Hörverlustes unterschiedlich und die Kompensation durch eine Hörhilfe größer oder kleiner sein kann.
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Unsere aktuellen Lehrgangstermine findest Du unter Events.
Spenden
Unsere Lehrgänge kosten Geld und die Finanzierung gestaltet sich schwierig. Wir freuen uns deshalb über jede Spende, mit der Du uns in der Wettkampfvorbereitung in den 3 bis 4 Lehrgängen pro Jahr unterstützt. Du hilfst uns hier sehr mit einer Spende auf das Konto des DGSV: Da das Frauen- und Männerteam unter dem Dach des DGSV völlig losgelöst voneinander agiert, sind auch die Finanzen getrennt. Deshalb bitten wir Dich bei einer finanziellen Unterstützung, genau anzugeben, für wen die Spende denn sein soll.
Konto: DE92 3605 0105 0006 0153 41
Empfänger: Deutscher Gehörlosen-Sportverband e. V.
Verwendungszweck: Spende für Handball im DGSV (Zweckgebunden für Frauen / Männer)
Eine Spendenbescheinigung kannst Du z. B. im Rahmen der Einkommensteuererklärung beim Finanzamt geltend machen. Auch Sachspenden sind möglich!
Für Rückfragen zu den Frauen bitten wir Dich, Kontakt zu Johannes Weber aufzunehmen:
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Für Rückfragen zu den Männern freut sich Handballbetreuer Benjamin Heese auf Deine Spendenanfrage:
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Dann bist Du beim Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) genau richtig: Sie zeigen Dir, welche Möglichkeiten Du hast, Dich neben einer sportlichen Laufbahn auch beruflich entwickeln zu können. Sie beraten und unterstützen Dich, sie veranschaulichen Dir das Angebot und finden für Dich Deinen persönlichen Beraterkontakt, um mehr zur Vereinbarung der schulischen / beruflichen Laufbahn mit dem Spitzensport zu erfahren. Alle Informationen zur Dualen Karriere findest Du hier beim DOSB.
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