
Foto: privat
Vor dem Länderspiel gegen Frankreich im TSG-Sportzentrum Haßloch standen keine Tore im Mittelpunkt, sondern drei Menschen: Der Deutsche Gehörlosen-Sportverband (DGSV) verabschiedete vor versammelter Halle offiziell Bundestrainer Alexander Zimpelmann, Spieler Daniel Kinnback und Physiotherapeutin Julia Heilmann – die drei haben eine Ära der Gehörlosen-Handball-Nationalmannschaft erfolgreich geprägt.
Zimpelmann übernahm die Mannschaft 2017 nach dem enttäuschenden vierten Platz bei den Deaflympics in Samsun. Mit einem neuen Stab, zu dem von Beginn an Julia Heilmann als Physiotherapeutin gehörte, baute er das Team neu auf – mit beispiellosem Erfolg: Silber bei den Deaflympics 2022 in Caxias do Sul und 2025 in Tokio, Silber bei der WM 2023 in Kopenhagen sowie Silber bei der EM 2024 in Frankenthal. Vier Turniere, vier Finalteilnahmen. Ab 2023 verstärkte Simon Habel, der zur Verabschiedung wegen der Hochzeit seiner Schwester verhindert war, den medizinischen Stab. Alle traten auf eigenen Wunsch zurück.
Eine besonders lange Karriere liegt hinter Daniel Kinnback. Der Linkshänder auf der rechten Außenbahn gehörte fast zwei Jahrzehnten zum Gesicht der Nationalmannschaft: bei den Deaflympics in Melbourne (2005), Taipeh (2009), Sofia (2013) und Caxias do Sul (2022) ebenso wie bei den EM-Turnieren in Istanbul (2005), Belgrad (2008), Lignano Sabbiadoro (2012) und Berlin (2016). In Istanbul krönte sich der meist gefährliche Torschütze der deutschen Auswahl gar zum Torschützenkönig des gesamten Turniers. Mit Silber- und Bronzemedaillen kehrte Kinnback von fast allen Turnieren zurück. In der Mannschaft bei allen beliebt, musste er nach einem Hörsturz mit dem Handball kürzertreten.
Der DGSV dankt allen Verabschiedeten für ihren Einsatz – die Silber-Ära der vergangenen Jahre trägt ihre Handschrift.

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DGSV dankt Trainer, Spieler und Physiotherapeutin
Vor dem Länderspiel gegen Frankreich im TSG-Sportzentrum Haßloch standen keine Tore im Mittelpunkt, sondern drei Menschen: Der Deutsche Gehörlosen-Sportverband (DGSV) verabschiedete vor versammelter Halle offiziell Bundestrainer Alexander Zimpelmann, Spieler Daniel Kinnback und Physiotherapeutin Julia Heilmann – die drei haben eine Ära der Gehörlosen-Handball-Nationalmannschaft erfolgreich geprägt.
Zimpelmann übernahm die Mannschaft 2017 nach dem enttäuschenden vierten Platz bei den Deaflympics in Samsun. Mit einem neuen Stab, zu dem von Beginn an Julia Heilmann als Physiotherapeutin gehörte, baute er das Team neu auf – mit beispiellosem Erfolg: Silber bei den Deaflympics 2022 in Caxias do Sul und 2025 in Tokio, Silber bei der WM 2023 in Kopenhagen sowie Silber bei der EM 2024 in Frankenthal. Vier Turniere, vier Finalteilnahmen. Ab 2023 verstärkte Simon Habel, der zur Verabschiedung wegen der Hochzeit seiner Schwester verhindert war, den medizinischen Stab. Alle traten auf eigenen Wunsch zurück.
Eine besonders lange Karriere liegt hinter Daniel Kinnback. Der Linkshänder auf der rechten Außenbahn gehörte fast zwei Jahrzehnten zum Gesicht der Nationalmannschaft: bei den Deaflympics in Melbourne (2005), Taipeh (2009), Sofia (2013) und Caxias do Sul (2022) ebenso wie bei den EM-Turnieren in Istanbul (2005), Belgrad (2008), Lignano Sabbiadoro (2012) und Berlin (2016). In Istanbul krönte sich der meist gefährliche Torschütze der deutschen Auswahl gar zum Torschützenkönig des gesamten Turniers. Mit Silber- und Bronzemedaillen kehrte Kinnback von fast allen Turnieren zurück. In der Mannschaft bei allen beliebt, musste er nach einem Hörsturz mit dem Handball kürzertreten.
Der DGSV dankt allen Verabschiedeten für ihren Einsatz – die Silber-Ära der vergangenen Jahre trägt ihre Handschrift.