Deafgirls feiern deutlichen Sieg im Ländervergleich gegen Brasilien
Deutschland setzt sich vor mehr als 200 Zuschauenden in Leipzig mit 33:16 durch

Freude pur bei der Bundestrainerin und dem Team

Bild: Johannes Weber

Leipzig. Die deutsche Frauen-Nationalmannschaft der Gehörlosen hat den Ländervergleich gegen Brasilien deutlich für sich entschieden. Vor mehr als 200 Zuschauerinnen und Zuschauern in der Leipziger Brüderhalle gewann das Team von Bundestrainerin Christiane Weber mit 33:16. Die Begegnung bildete den Höhepunkt eines fünftägigen Lehrgangs mit gemeinsamen Trainingseinheiten und mehreren Testspielen.

Deutschland startete konzentriert in die Partie, traf jedoch auf eine kämpferisch auftretende brasilianische Mannschaft. Vor allem in der ersten Halbzeit stellte Brasilien das deutsche Team vor Herausforderungen und machte es den Deafgirls schwer, ihr Spiel wie geplant aufzuziehen. Nach der Pause gelang es der deutschen Auswahl zunehmend, ihre Stärken auszuspielen und die Begegnung klarer zu kontrollieren. Mit einer überzeugenden Leistung im zweiten Durchgang setzte sich Deutschland am Ende deutlich durch.

Für Bundestrainerin Christiane Weber war der Erfolg auch ein Zeichen der sportlichen Weiterentwicklung: „Wir sehen deutlich, wie sich unsere Mannschaft entwickelt hat. Besonders in der Abwehr waren die Fortschritte klar zu erkennen. Brasilien hat uns mit seiner kämpferischen Spielweise in der ersten Halbzeit vor Herausforderungen gestellt. Im zweiten Durchgang haben wir unsere Stärken besser auf die Platte gebracht und uns den deutlichen Sieg erarbeitet. Im Angriff ist noch mehr möglich. Daran werden wir weiterarbeiten, damit wir uns auf dem Weg zur Weltmeisterschaft 2027 in Serbien weiter verbessern.“

Der Ländervergleich war ein wichtiger sportlicher Schritt auf dem Weg zur Weltmeisterschaft 2027 in Serbien. Die gemeinsamen Tage mit der brasilianischen Auswahl boten beiden Mannschaften wertvolle sportliche Impulse und stärkten zugleich den internationalen Austausch.

Nach dem Schlusspfiff stand neben dem sportlichen Ergebnis auch das Miteinander im Mittelpunkt: Beide Teams feierten zunächst gemeinsam in der Halle. Am Abend ließen die Spielerinnen den Ländervergleich bei einem gemeinsamen Essen in einem typisch sächsischen Lokal ausklingen. So wurde aus dem sportlichen Duell zugleich eine Begegnung, die den Austausch und die Vorfreude auf ein Wiedersehen bei der Weltmeisterschaft stärkte.