Deutsche Gehörlosen Triathlon Meisterschaften auf der Olympischen Distanz am 09.08.2026 in Bremen

„Werde Teil einer großen Gemeinschaft“, so lautete das Motto des GEWOBA City Triathlon Bremen und konnte von uns gehörlosen Triathleten/innen auch eindeutig bestätigt werden, denn vor, während und nach dem Wettkampf wurde unsere Inklusion sehr ernst genommen.

Wir wurden sehr herzlich aufgenommen! So z.B. dass beim Schwimmstart zusätzlich eine Flagge involviert war und beim 10km-Lauf die beiden ersten Personen, einmal männlich und weiblich, eine Radbegleitung mit einem Hinweisschild hatten, dass es sich um den ersten Mann bzw. erste Frau der Deutschen Gehörlosenmeisterschaften handelt. Auch beim Zieleinlauf bekamen die Erstplatzierten der Gehörlosen ein Siegerband, dass nach dem Überqueren der Finisher-Linie in die Höhe genommen werden konnte. Was für eine schöne und gelungene Überraschung, denn wir wussten im Vorfeld nichts von einer Radbegleitung und dem Siegerband!!! Der Wettkampfort befand sich in Bremen-Überseestadt, wo der Schwimmstart im Europahafen losging. Geschwommen wurde zweimal 750m in einer rechteckigen Form, bevor es ca. 300m lang auf einem Teppich in einer kleinen keilförmigen Steigung zur Wechselzone ging. Danach ging es mit dem Rad auf die Straße, wo uns eine Radstrecke auf Hauptstraßen und mit mehrfacher Überquerung von Bahngleisen, deren Vertiefungen mit Seilen ausgefüllt wurden, um Beschädigungen am Rad und Stürze zu vermeiden, erwartete. Diese 10km-Runde musste viermal absolviert werden. Zurück in der Wechselzone ging es für die 10km lange Laufstrecke über die abgesperrte Straße statt nach links auf der rechten Seite weiter, am Kellogsgewerbe vorbei, bis wir uns auf der Bremer Uferpromenade wiederfanden und dort zweimal 5km rennen bzw. joggen mussten.

Die größte Herausforderung war die sommerliche Hitze von 30 Grad, die uns ordentlich gefordert hat. Es gab kaum Schatten. Trotz einem neuen Teilnehmerrekord von 1800 Triathleten/innen und 200 freiwilligen Helfer/innen verlief die Veranstaltung reibungslos und erfolgreich.

Wie auch schon bei den letzten Wettbewerben in Ferropolis und in Erding gewannen erneut Max Zellmer in seiner Altersklasse der Herren (30-44), Youngster Yannick Schroeter in AK 18-29, Annette Schulze in der AK der Frauen (30-44) und Gabriele Echle in AK 45-59. Bester Athlet in diesem Jahr 2026 ist jedoch Yannick Schroeter, da er in Ferropolis die Staffel der Gehörlosen mit gewann. Nur bei der AK 45-59 der Männer gab es Änderungen in der Platzierung. Dagegen konnten sich in der ältesten AK Ü60 der Männer und Frauen Godehard Ricke und Barbara Brummer sowohl in Erding auf der Sprintdistanz als auch auf der Olympischen Distanz in Bremen ihre Erstplatzierungen behalten. Auf die Mitteldistanz in Ferropolis verzichteten sie, lediglich Barbara nahm dort in der Staffel-DM der Gehörlosen teil.

Wir haben uns sehr gefreut, dass zwei männliche Teilnehmer aus dem Ausland bei uns teilnahmen und sie auch sichtlich Spaß hatten. Lenny Damholt aus Dänemark hatte jedoch Pech, weil er statt nur vier Runden fünf Runden geradelt ist und somit sich mit einer Platzierung hinter dem Belgier Michel Descornet begnügen mussten.

Unter den hörenden Triathleten belegte Barbara Brummer in der AK 65 sogar den 1.Platz, Doris Geist in der AK 60 und Godehard Ricke in der AK 65 jeweils den 2.Platz.

Herzlichen Glückwunsch an alle Teilnehmer/innen!!! Alle kamen heil ins Ziel und somit ging der letzte Triathlon-Wettkampf im Jahr 2026 auch zu Ende.