Deutsches Bowling-Team mit Deaflympics-Rückenwind nach Bella Italia

Vom 29. Juni bis zum 12. Juli 2026 richtet sich der Blick der Gehörlosen-Sportwelt nach Italien: In San Lazzaro di Savena bei Bologna trifft sich Europas Elite zur 13. Bowling-Europameisterschaft. Für die deutsche Nationalmannschaft ist es der erste große Härtetest nach den herausragenden Sommer-Deaflympics 2025 in Tokio und zugleich die Chance, sich erneut in der europäischen Spitze zu behaupten.

Der Tokio-Effekt

Mit zwei Gold- und drei Bronzemedaillen kehrte das Team im vergangenen Jahr aus Japan zurück und setzte damit ein starkes Ausrufezeichen. Dieser Erfolg dient als Fundament und Motivation zugleich. Doch die Konkurrenz ist hochklassig: Insgesamt 17 Nationen kämpfen in den Disziplinen Einzel, Doppel, Trio, Team und All-Event um die Medaillen.

Um optimal vorbereitet zu sein, absolvierte die Mannschaft im Jahr 2026 zwei intensive Lehrgänge. Im Fokus standen technische Präzision, Wurfkonstanz und mentale Stabilität – entscheidende Faktoren auf internationalem Niveau. Das Ergebnis: eine eingespielte, fokussierte Einheit, bereit für den EM-Marathon.

Starker Rahmen, klare Abläufe

Die Kulisse in Italien könnte kaum besser sein. Gespielt wird in einem traditionsreichen, hochmodernen Bowlingzentrum mit 40 Bahnen, das kürzlich sein 40-jähriges Bestehen feierte. Für den italienischen Gehörlosen-Sportverband ist diese EM weit mehr als ein reines Event. Es ist ein wichtiges Signal für die Sichtbarkeit des Gehörlosen-Sports und für die Inklusion.

Sportlich wird es schnell konkret: Mit der gemeinsamen Anreise am 25. Juni beginnt die unmittelbare Turnierphase. Am 29. Juni folgt mit dem „Draw one of three oil patterns“ im The Sydney Hotel ein zentraler Programmpunkt, bevor am 30. Juni das erste offizielle Training ansteht. Die Eröffnungszeremonie am 1. Juli um 16:00 Uhr markiert den offiziellen Start.

Ab dem 02. Juli greifen zunächst die Frauen ins Geschehen ein, ehe einen Tag später die Männer ihre Wettbewerbe aufnehmen. In den darauffolgenden Tagen stehen Einzel-, Doppel-, Team- und All-Events-Wettkämpfe auf dem Programm.

Das Finale bildet der letzte Wettkampftag mit anschließender Abschlusszeremonie am 11. Juli. Die Heimreise am 12. Juli soll im Idealfall mit zahlreichen Medaillen im Gepäck erfolgen.

Eingespieltes Team mit breiter Qualität

Das Trainerteam um Clemens Ulsamer, Manuel Mrosek und Frank Wiemken setzt auf eine ausgewogene Mischung aus Erfahrung und Entwicklungspotenzial. Besonders der GSV Braunschweig stellt einen großen Teil des Aufgebots:

Daniel Duda (GSV München), Kevin Jean Lindemann (Berliner Gehörlosen-Bowlingverein 2024), René Schulz (GSV Braunschweig), Holger Vetter (GBKSV Stuttgart), Simon Wildenhayn (GBKSV Stuttgart), Matthew Forsyth (GSV Braunschweig), Sabrina Kim Forsyth (GSV Braunschweig), Madita Herbst (GSV Braunschweig), Marina Ohlendorf (GSV Braunschweig), Thalia Hönig (GSV Osnabrück), Leonie Linz (GSV Braunschweig) und Tina Linz (GSV Braunschweig).

Live-Support aus der Heimat: Seid hautnah dabei!

Niemand muss zu Hause etwas verpassen. Die italienischen Gastgeber bieten für die gesamten zwei Wochen eine umfassende Berichterstattung an. Über die offizielle Website der Europameisterschaft könnt ihr alle Spiele und Entscheidungen im Live-Stream verfolgen und unsere Mannschaft digital anfeuern:

Offizielle TurnierWebsite & Live-Stream: www.edbcsanlazzarobologna2026.it

Der Deutsche Gehörlosen-Sportverband wünscht dem gesamten Team eine erfolgreiche Anreise und "Gut Holz" in Italien!