Elf deutsche Medaillen bei den European Deaf Youth Games in Hannover

Die ersten European Deaf Youth Games in Hannover waren ein voller Erfolg für den Deutschen Gehörlosen-Sportverband – nicht nur auf organisatorischer, sondern auch auf sportlicher Ebene. 42 der 393 Athletinnen und Athleten zwischen 12 und 18 Jahren kamen aus Deutschland, sie holten insgesamt elf Medaillen und belegten im Medaillenspiegel Rang zwölf, geht es nur nach der Anzahl der Podestplatzierungen, ist Deutschland sogar auf Platz sieben.

In sieben von neun Sportarten war Deutschland dabei: Im Futsal, im 3x3 Basketball, in der Leichtathletik, im Schwimmen, im Tennis, im Badminton und im Beachvolleyball, lediglich im Orientierungslauf und Tischtennis war der DGSV nicht vertreten. Die meisten Medaillen sammelten dabei die Leichtathletik und das Schwimmen mit je vier Medaillen, Futsal, Badminton und Tennis kamen auf jeweils eine.

Gold gab es für die Futsal-Mannschaft, die teils in packenden Duellen alle sechs Spiele gewann, lediglich im umkämpften Viertelfinale gegen Belgien mussten sie in die Overtime, behielten aber auch dort die Nerven und zogen ins Halbfinale ein, das souverän gegen Ungarn gewonnen wurde. Im Finale wurde dann Italien mit 4:2 besiegt. Das erste Gold hatte Weitspringerin Milla Zerebcov geholt, über 100 Meter hatte es zuvor schon Bronze für sie gegeben.
Silber ging an ihre Weitsprung-Kollegin Anja Reichert genau wie an Schwimmerin Lilia Reinhard über 100 Meter Brust, die zudem zu Bronze über 50 Meter Brust schwimmen konnte. Die erste deutsche Medaille durfte sich Paula Pichier umhängen, die über 200 Meter Schmetterling und über 200 Meter Lagen gleich zwei Mal Bronze einheimste. Bronze ging zudem an Leichtathletin Tabea Lange über 100 Meter, Tennisspielerin Mara Opitz im Einzel und Badminton-Spieler Nour Aljahboul im Doppel mit Markos Savvides aus Zypern.

In den anderen Sportarten wie im Beachvolleyball oder 3x3 Basketball sammelten die Deutschen, die oftmals jünger waren als ihre Konkurrenz, wertvolle Erfahrungen und vor allem Lust, weiterhin Leistungssport zu betreiben und es vielleicht eines Tages auch zu den Deaflympics zu schaffen.

„Es war eine tolle Veranstaltung, wir danken unseren Partnern, dem Organisationskomitee, den Volunteers und natürlich allen Fans, die dieses Event für die Athletinnen und Athleten unvergesslich gemacht haben“, gebärdet Ricardo Scheurerer, Vizepräsident Kommunikation im Deutschen Gehörlosensportverband und stellvertretender OK-Leiter in Hannover.