Erfolgreiche Premiere der European Deaf Youth Games in Hannover:
Das deutsche Team überzeugte mit starken Leistungen, zahlreichen persönlichen Bestzeiten und vier Medaillen. Zum ersten Mal fanden die European Deaf Youth Games (EDYG) in Hannover statt. Fast 400 junge Athlet*innen aus ganz Europa nahmen an den europäischen Gehörlosen-Jugendspielen teil, darunter 42 Sportler*innen aus Deutschland. Für Paula Pichier aus Berlin (Wasserfreunde Spandau) waren die EDYG eine weitere internationale Wettkampferfahrung. Für Lilia Reinhard aus Lambsheim (GSV Heidelberg/FSV Frankenthal) und Johannes Sós aus Berlin (Berliner GSV und Berliner Schwimmteam) hingegen war es eine Premiere.
Beide gehörten zudem zu den jüngsten Athlet*innen des deutschen Teams. Lilia Reinhard sorgt für Überraschung Für eine besondere Überraschung sorgte Lilia Reinhard am letzten Wettkampftag. Über 100 Meter Brust gewann sie sensationell die Silbermedaille und setzte sich dabei zwischen zwei starken Ukrainerinnen durch. Lilia begann erst vor drei Jahren mit dem Schwimmsport und zeigte im Finale einen beeindruckenden Endspurt. Bereits im Vorlauf hatte sie ihre persönliche Bestzeit um fünf Sekunden verbessert. Im Finale legte sie noch einmal nach und war weitere 0,8 Sekunden schneller. Auch über 50 Meter Brust durfte sich Lilia über eine Medaille freuen. Mit einer neuen persönlichen Bestzeit gewann sie Bronze – ihre erste internationale Medaille. Doch auch in den anderen Disziplinen zeigte die junge Schwimmerin ihr großes Potenzial. Über 100 Meter Schmetterling verbesserte sie ihre persönliche Bestzeit um fünf Sekunden. Auf den Start im Finale verzichtete sie anschließend bewusst, um sich vollständig auf die 100 Meter Brust zu konzentrieren. Diese Entscheidung sollte sich auszahlen. Über 50 Meter Schmetterling verbesserte Lilia ihre bisherige Bestzeit um 1,6 Sekunden und verpasste als Vierte nur knapp das Podest. Über 100 Meter Rücken steigerte sie ihre Zeit sogar um vier Sekunden. Über 50 Meter Freistil schwamm sie in 32,18 Sekunden ebenfalls persönliche Bestzeit. Insgesamt konnte Lilia ihre persönlichen Bestzeiten neunmal verbessern.
Zwei Bronzemedaillen für Paula Pichier Auch Paula Pichier blickt auf erfolgreiche Wettkämpfe zurück. Sie gewann Bronze über 200 Meter Schmetterling und 200 Meter Lagen und freute sich riesig über ihre beiden Medaillen. Besonders stark präsentierte sie sich über 200 Meter Lagen. Dort verbesserte Paula ihre persönliche Bestzeit gleich um vier Sekunden. Über 100 Meter Schmetterling wurde es besonders spannend. Paula belegte zwar den undankbaren vierten Platz, konnte aber gleichzeitig den bisherigen deutschen Jugendrekord von Jarmila Gupta (GSV Heidelberg) unterbieten. Trotz des knapp verpassten Podestplatzes war Paula mit ihrer Leistung zufrieden, da sie ihre Bestzeit auf dieser Strecke schon lange nicht mehr verbessert hatte. Auch über 200 Meter Freistil erreichte sie den vierten Platz und verbesserte ihre persönliche Bestzeit um eine Sekunde. Über 100 Meter Freistil lief es dagegen nicht wie erhofft. Paula zog deshalb ihre Finalteilnahme zurück, um ihre Kräfte zu bündeln und sich vollständig auf die Lagenstrecke zu konzentrieren.
Johannes Sós mit fünf Bestzeiten: Die DGSV hat uns erfreulicherweise gefragt, ob Johannes Sós als Fahnenträger die deutsche Mannschaft bei der Eröffnungsfeier anführen möchte, da er der jüngste Teilnehmer unserer deutschen Mannschaft ist. Johannes war sehr stolz und hat sich riesig darüber gefreut, die deutsche Fahne tragen und unsere Mannschaft bei der Eröffnungsfeier anführen zu dürfen. Für Johannes Sós waren die EDYG die ersten internationalen Wettkämpfe. Aufgrund der geringen Teilnehmerzahl erreichte er in allen seinen Wettbewerben das Finale. Bei insgesamt fünf Starts stellte Johannes fünf persönliche Bestzeiten auf. Besonders beeindruckend war seine Leistung über 400 Meter Freistil: Dort verbesserte er seine bisherige Zeit um fast 30 Sekunden. Auch über 100 Meter Freistil, 100 Meter Rücken, 100 Meter Schmetterling und 50 Meter Freistil konnte Johannes neue Bestzeiten aufstellen. Zweimal belegte er den sechsten und dreimal den achten Platz. Johannes möchte in Zukunft noch schneller schwimmen. Dabei hat er noch viel Zeit, sich weiterzuentwickeln. Bei den Wettkämpfen war er deutlich jünger als viele seiner Konkurrenten, die überwiegend aus den Jahrgängen 2011 und 2012 stammten.
Der Trainer Andriy Zurgaldize aus Dresden zeigte sich mit den Leistungen seiner Schützlinge zufrieden. Alle Athlet*innen hätten bei den EDYG sehr gute Leistungen gezeigt. Gleichzeitig gebe es noch Bereiche, an denen weitergearbeitet werden müsse – insbesondere an der Technik, die noch nicht in allen Bereichen optimal sei. Die Konkurrenz aus anderen Ländern trainiere deutlich mehr und professioneller. Dennoch fällt sein Fazit positiv aus: Mit vier Medaillen und insgesamt 17 persönlichen Bestzeiten kann das deutsche Team sehr zufrieden sein.
Die EDYG in Hannover waren damit nicht nur eine erfolgreiche Premiere für die europäischen Nachwuchssportlerinnen, sondern auch ein wichtiger Schritt für die jungen deutschen Athletinnen auf ihrem weiteren Weg im internationalen Gehörlosensport.
Die Spartenleiterin Gerda Reinhard möchte sich herzlich bei der DGSJ, dem DGSV, Stefan Pichier, der für die Organisation und Betreuung des Schwimmbads zuständig war, sowie bei der EDSO bedanken. Durch die gemeinsame Unterstützung und das Engagement aller Beteiligten konnten die European Deaf Youth Games in Hannover erfolgreich durchgeführt werden. Gerade für junge Nachwuchssportlerinnen sind solche internationalen Wettkämpfe von großer Bedeutung. Sie bieten ihnen die Möglichkeit, erste internationale Erfahrungen zu sammeln, sich mit anderen Athletinnen zu messen und wichtige Motivation für ihre weitere sportliche Entwicklung zu gewinnen. „Ein großes Dankeschön an alle, die zum Gelingen der EDYG beigetragen haben. Für unseren Nachwuchs sind solche Veranstaltungen unglaublich wichtig“, so Gerda Reinhard.
Vier Medaillen, 17 Bestzeiten und 1 DJR für Deutschland bei den EDYG
Erfolgreiche Premiere der European Deaf Youth Games in Hannover:
Das deutsche Team überzeugte mit starken Leistungen, zahlreichen persönlichen Bestzeiten und vier Medaillen. Zum ersten Mal fanden die European Deaf Youth Games (EDYG) in Hannover statt. Fast 400 junge Athlet*innen aus ganz Europa nahmen an den europäischen Gehörlosen-Jugendspielen teil, darunter 42 Sportler*innen aus Deutschland. Für Paula Pichier aus Berlin (Wasserfreunde Spandau) waren die EDYG eine weitere internationale Wettkampferfahrung. Für Lilia Reinhard aus Lambsheim (GSV Heidelberg/FSV Frankenthal) und Johannes Sós aus Berlin (Berliner GSV und Berliner Schwimmteam) hingegen war es eine Premiere.
Beide gehörten zudem zu den jüngsten Athlet*innen des deutschen Teams. Lilia Reinhard sorgt für Überraschung Für eine besondere Überraschung sorgte Lilia Reinhard am letzten Wettkampftag. Über 100 Meter Brust gewann sie sensationell die Silbermedaille und setzte sich dabei zwischen zwei starken Ukrainerinnen durch. Lilia begann erst vor drei Jahren mit dem Schwimmsport und zeigte im Finale einen beeindruckenden Endspurt. Bereits im Vorlauf hatte sie ihre persönliche Bestzeit um fünf Sekunden verbessert. Im Finale legte sie noch einmal nach und war weitere 0,8 Sekunden schneller. Auch über 50 Meter Brust durfte sich Lilia über eine Medaille freuen. Mit einer neuen persönlichen Bestzeit gewann sie Bronze – ihre erste internationale Medaille. Doch auch in den anderen Disziplinen zeigte die junge Schwimmerin ihr großes Potenzial. Über 100 Meter Schmetterling verbesserte sie ihre persönliche Bestzeit um fünf Sekunden. Auf den Start im Finale verzichtete sie anschließend bewusst, um sich vollständig auf die 100 Meter Brust zu konzentrieren. Diese Entscheidung sollte sich auszahlen. Über 50 Meter Schmetterling verbesserte Lilia ihre bisherige Bestzeit um 1,6 Sekunden und verpasste als Vierte nur knapp das Podest. Über 100 Meter Rücken steigerte sie ihre Zeit sogar um vier Sekunden. Über 50 Meter Freistil schwamm sie in 32,18 Sekunden ebenfalls persönliche Bestzeit. Insgesamt konnte Lilia ihre persönlichen Bestzeiten neunmal verbessern.
Zwei Bronzemedaillen für Paula Pichier Auch Paula Pichier blickt auf erfolgreiche Wettkämpfe zurück. Sie gewann Bronze über 200 Meter Schmetterling und 200 Meter Lagen und freute sich riesig über ihre beiden Medaillen. Besonders stark präsentierte sie sich über 200 Meter Lagen. Dort verbesserte Paula ihre persönliche Bestzeit gleich um vier Sekunden. Über 100 Meter Schmetterling wurde es besonders spannend. Paula belegte zwar den undankbaren vierten Platz, konnte aber gleichzeitig den bisherigen deutschen Jugendrekord von Jarmila Gupta (GSV Heidelberg) unterbieten. Trotz des knapp verpassten Podestplatzes war Paula mit ihrer Leistung zufrieden, da sie ihre Bestzeit auf dieser Strecke schon lange nicht mehr verbessert hatte. Auch über 200 Meter Freistil erreichte sie den vierten Platz und verbesserte ihre persönliche Bestzeit um eine Sekunde. Über 100 Meter Freistil lief es dagegen nicht wie erhofft. Paula zog deshalb ihre Finalteilnahme zurück, um ihre Kräfte zu bündeln und sich vollständig auf die Lagenstrecke zu konzentrieren.
Johannes Sós mit fünf Bestzeiten: Die DGSV hat uns erfreulicherweise gefragt, ob Johannes Sós als Fahnenträger die deutsche Mannschaft bei der Eröffnungsfeier anführen möchte, da er der jüngste Teilnehmer unserer deutschen Mannschaft ist. Johannes war sehr stolz und hat sich riesig darüber gefreut, die deutsche Fahne tragen und unsere Mannschaft bei der Eröffnungsfeier anführen zu dürfen. Für Johannes Sós waren die EDYG die ersten internationalen Wettkämpfe. Aufgrund der geringen Teilnehmerzahl erreichte er in allen seinen Wettbewerben das Finale. Bei insgesamt fünf Starts stellte Johannes fünf persönliche Bestzeiten auf. Besonders beeindruckend war seine Leistung über 400 Meter Freistil: Dort verbesserte er seine bisherige Zeit um fast 30 Sekunden. Auch über 100 Meter Freistil, 100 Meter Rücken, 100 Meter Schmetterling und 50 Meter Freistil konnte Johannes neue Bestzeiten aufstellen. Zweimal belegte er den sechsten und dreimal den achten Platz. Johannes möchte in Zukunft noch schneller schwimmen. Dabei hat er noch viel Zeit, sich weiterzuentwickeln. Bei den Wettkämpfen war er deutlich jünger als viele seiner Konkurrenten, die überwiegend aus den Jahrgängen 2011 und 2012 stammten.
Der Trainer Andriy Zurgaldize aus Dresden zeigte sich mit den Leistungen seiner Schützlinge zufrieden. Alle Athlet*innen hätten bei den EDYG sehr gute Leistungen gezeigt. Gleichzeitig gebe es noch Bereiche, an denen weitergearbeitet werden müsse – insbesondere an der Technik, die noch nicht in allen Bereichen optimal sei. Die Konkurrenz aus anderen Ländern trainiere deutlich mehr und professioneller. Dennoch fällt sein Fazit positiv aus: Mit vier Medaillen und insgesamt 17 persönlichen Bestzeiten kann das deutsche Team sehr zufrieden sein.
Die EDYG in Hannover waren damit nicht nur eine erfolgreiche Premiere für die europäischen Nachwuchssportlerinnen, sondern auch ein wichtiger Schritt für die jungen deutschen Athletinnen auf ihrem weiteren Weg im internationalen Gehörlosensport.
Die Spartenleiterin Gerda Reinhard möchte sich herzlich bei der DGSJ, dem DGSV, Stefan Pichier, der für die Organisation und Betreuung des Schwimmbads zuständig war, sowie bei der EDSO bedanken. Durch die gemeinsame Unterstützung und das Engagement aller Beteiligten konnten die European Deaf Youth Games in Hannover erfolgreich durchgeführt werden. Gerade für junge Nachwuchssportlerinnen sind solche internationalen Wettkämpfe von großer Bedeutung. Sie bieten ihnen die Möglichkeit, erste internationale Erfahrungen zu sammeln, sich mit anderen Athletinnen zu messen und wichtige Motivation für ihre weitere sportliche Entwicklung zu gewinnen. „Ein großes Dankeschön an alle, die zum Gelingen der EDYG beigetragen haben. Für unseren Nachwuchs sind solche Veranstaltungen unglaublich wichtig“, so Gerda Reinhard.
