Zweimal Bronze für Deutschland im Herren-Doppel

In einem hochklassigen und extrem spannenden Wettbewerb präsentierten sich die deutschen Herrendoppel in absoluter Topform. Nach einer dominierenden Vorrunde verpassten zwei deutsche Duos das Finale nur denkbar knapp und sicherten sich am Ende verdient jeweils die Bronzemedaille.

Von Beginn an spielten die deutschen Herren auf höchstem Niveau, räumten konstant stark ab und gehörten geschlossen zur europäischen Spitze. Daniel Duda und Matthew Forsyth dominierten die Vorrunde mit herausragenden 2.565 Pins und belegten souverän den ersten Platz. Kevin Lindemann und René Schulz folgten mit ebenfalls starken 2.431 Pins auf Rang zwei. Simon Wildenheyn und Holger Vetter zeigten eine beeindruckende Aufholjagd. Nach einem starken Start und einer kurzen Schwächephase kämpften sie sich wieder bis in Schlagdistanz zum Halbfinale heran. Mit 2.349 Pins fehlten ihnen am Ende lediglich 25 Pins auf den viertplatzierten Frankreich, sodass sie den Einzug in die Vorschlussrunde nur hauchdünn verpassten.

Für einen besonderen Höhepunkt sorgte Daniel Duda im sechsten Spiel. Mit einer beeindruckenden Leistung erzielte er 298 von möglichen 300 Pins und verpasste das perfekte Spiel nur um zwei Pins. Die ersten elf Würfe waren allesamt Strikes, erst beim zwölften und letzten Wurf fielen statt der benötigten zehn lediglich acht Pins. Damit gelang ihm eines der besten Einzelspiele des gesamten Wettbewerbs und ein eindrucksvoller Beweis seiner herausragenden Form.

Im Halbfinale warteten schließlich zwei hochklassige Duelle. Daniel Duda und Matthew Forsyth trafen auf Frankreich. Die Franzosen präsentierten sich äußerst konstant und nervenstark. Obwohl das deutsche Duo spielerisch auf Augenhöhe agierte und zahlreiche hervorragende Würfe zeigte, fehlte auf der anspruchsvollen Bahn in den entscheidenden Momenten das nötige Quäntchen Glück, sodass der Finaleinzug knapp verpasst wurde. Kevin Lindemann und René Schulz lieferten sich mit Italien ebenfalls ein intensives und hochklassiges Halbfinale. Auch hier zeigte das deutsche Duo eine starke Leistung, musste sich am Ende jedoch den erfahrenen Italienern geschlagen geben.

Trotz der beiden knappen Niederlagen können die deutschen Herren mit Stolz auf diesen Wettkampftag zurückblicken. Zwei Bronzemedaillen im Herrendoppel sind der verdiente Lohn für konstant starke Leistungen, großen Teamgeist und Bowling auf höchstem europäischem Niveau.

Die Europameisterschaft bleibt weiterhin spannend. Am morgigen Wettkampftag starten die Damen im Trio-Wettbewerb, bevor zwei Tage später auch die erfolgreichen deutschen Herren im Trio wieder auf Medaillenjagd gehen.