Sportkreis Bodensee unterstützt Deafgirls bei Spielerinnensuche
Text: Bodenseekreis / Johannes Weber, Foto: Johannes Weber
Der Sportkreis Bodensee engagiert sich seit vielen Jahren in der Inklusion. Deshalb veröffentlichen wir gerne den Aufruf der Nationalmannschaft gehörloser Frauen. Zumal die Trainerin Christiane Weber in Friedrichshafen wohnt.
Die Mannschaft der Deafgirls wurde vor Kurzem gegründet und aktuell sind sechszehn Spielerinnen im Team. Alle waren mit viel Eifer und Freude beim ersten Lehrgang dabei. Dennoch werden weitere motivierte Spielerinnen gesucht.
Eine von den begeisterten Spielerinnen ist Jessica Schön. Sie hat Geschichte geschrieben, indem sie das allererste Tor für die deafgirls erzielte. Sie meint: „Du solltest zu uns ins Team kommen, weil wir auf fast allen Positionen noch Unterstützung brauchen. Wir sind eine Mannschaft, bei der jede Spielerin willkommen ist und unterstützt wird. Gemeinsam können wir den Spaß und die Leidenschaft am Handball teilen und hoffentlich auch bald internationale Erfahrungen sammeln.“
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Einhundertzehn Prozent für die Deafgirls
Frida Horling, Foto: Johannes Weber
„Ich möchte mit unserem Powerteam zur Handball-Weltmeisterschaft, dort eine Medaille gewinnen – und das mit viel Freude und gutem Teamgeist“ so Frida Horling. Sie spielt in der neu gegründeten Nationalmannschaft der Gehörlosen.
Sie hat mit ihrem Team das erste Testspiel gewonnen.
Die heute Achtzehnjährige ist in Wien aufgewachsen. Dort kam sie im Alter von sechs Jahren zum Schulsport, und dort wurde auch Handball gespielt. Und die beste Sportart der Welt ließ sie nicht mehr los. Schnell landete sie durch eine Freundin bei dem Niederösterreichischen Verein UHC Gänserndorf. Dort spielte sie bis zu ihrem vierzehnten Lebensjahr. Durch einen berufsbedingten Ortswechsel ihres Vaters ging es dann im Alter von 14 Jahren nach Hamburg. Sie schloss sich dem HT Norderstedt an und spielte in der C-Jugend. Zwei Jahre später wechselte sie zur SG Hamburg Nord und spielt dort bis heute mit den zweiten Damen in der Landesliga.
Auf die Nationalmannschaft aufmerksam wurde sie durch die Mutter von Lora Möller, die ebenfalls zur Nationalmannschaft gehört. Sie vermittelte Frida Horling den Kontakt zum DGSV und seit dem Gespräch mit der Bundestrainerin Christiane Weber sie dabei.
Die engagierte Handballerin meint: „Zum ersten Trainingslager bin ich sehr gespannt hingefahren. Ich wusste nicht, was mich erwartet. Spannend war für mich auch die Frage, wie es denn ohne Hörhilfe läuft. Im Verein trage ich meine CIs. Ich bin aber offen und voller Vorfreude nach Haßloch in der Pfalz gefahren. Ich konnte auch nicht einschätzen, welches Niveau dort angesagt ist, ob ich überhaupt mithalten konnte. Diese Nervosität legte sich aber sehr schnell. Wir kannten uns alle nicht, dennoch war die Begrüßung sehr herzlich. Ich merkte sofort, dass wir alle gemeinsam unterwegs sind, wir eine gemeinsame Basis haben. Schnell wuchsen wir als Team zusammen, eine war für die andere da. Keine wurde an den Rand gedrängt, alle gehörten dazu, jede Mitspielerin wurde unterstützt. Wir sind mit vierzehn Einzelspielerinnen angereist, haben gemeinsam einen zielführenden Prozess durchlaufen und sind als Team wieder bis zum nächsten Treffen auseinander gegangen. Das war sehr cool.“
Sie wünscht sich, dass das Team noch weiter zusammenwächst, sie gut miteinander auskommen und zu einem Powerteam werden. Alle Herausforderungen werden gemeinsam gemeistert, um bei der Weltmeisterschaft 2026 im eigenen Land eine Medaille zu erringen.
Frida Horling freut sich: „Für mich ist das eine große Ehre, als Nationalspielerin Deutschland vertreten zu dürfen. Hätte mir jemand vor 5 Jahren erzählt, hätte ich das nicht geglaubt. Für die Zukunft würde ich mir wünschen, dass jede Spielerin 110 Prozent gibt, wir gemeinsam Erfolge genießen, Niederlagen wegstecken und dabei mit viel Spaß und Freude alles genießen.“
Und dass das nicht nur leere Worte sind, kann man ganz einfach daran erkennen, dass sie sich derzeit in einer Ausbildung zur Rettungssanitäterin befindet. In Kürze schließt sie die Ausbildung ab und wird dann für andere Menschen im Rettungswagen unterwegs sein.
Unterstütze die Mannschaft!
Team der Deafgirls, Foto: Johannes Weber
Die Gehörlosen Handballnationalmannschaft der Frauen wurde gegründet. Das vierköpfige Team um Bundestrainerin Christiane Weber hat siebzehn Spielerinnen aus dem gesamten Bundesgebiet gewonnen. Unterstütze unser Inklusionsprojekt!
Mit diesem Inklusionsprojekt soll nachhaltig der Zugang zum Sport für alle auch in die internationalen Wettkämpfe ermöglicht werden. Die im Amateurbereich angesiedelten Spielerinnen benötigen jedoch einen finanziellen Anschub. Konkret geht es hier um die Unterstützung für dringend benötigte Trainingslager und die finanzielle Absicherung für die Teilnahme an der Heim-WM 2026.
Grundsätzlich gibt es erst dann eine finanzielle Unterstützung, wenn der Kaderstatus erreicht wird. Den bekommt man jedoch nur, wenn eine Medaille bei einer internationalen Veranstaltung errungen wurde, also frühestens 2026.
Alle Spielerinnen sind in Handballvereinen engagiert und spielen dort mit Hörhilfen. Beim Gehörlosenhandball sind jedoch die Hörhilfen während der Spiele nicht erlaubt, müssen also abgelegt werden. Und genau das ist das ganz spezielle an dieser Sportart. Die Kommunikation während des Spiels muss intensiv geübt und einstudiert werden. Und das geht nur in gemeinsamen Trainingslagern. Deshalb ist es so wichtig, dass sich das Team persönlich trifft und zusammenfindet.
Liebe Freunde, bitte unterstützt unser Team. Auch kleine Beträge können helfen.
Mannschaft des Jahres 2022

Foto: DGSV / Schneid
Die Handball-Nationalmannschaft der Männer erhält bei der Sports Trophy im Sportmuseum in Köln eine Ehrung. Spitzensportlerinnen und -sportler sowie Trainerinnen und Trainer aus den Wettbewerben in 2022 und 2023 fanden sich ein.
Im Rahmen der Sports Trophy hat der DGSV im Olympischen Sportmuseum in Köln Erfolge im Gehörlosensport ausgezeichnet. Unter den Nominierten war die Handball-Nationalmannschaft der Männer.
3. Platz – Mannschaft des Jahres 2022
Benjamin Heese durfte als Handballbeauftragter die Laudatio übernehmen, die er gerne „seiner“ Mannschaft vortrug:
„Unsere Mannschaft wurde für die tolle Leistung bei den Deaflympics im Jahr 2022 in Brasilien nominiert. Ich möchte kurz zurückblicken, auf die Zeit vor 2022. Nach dem schlechten Abschneiden in Samsun bei den Deaflympics wurde ein großer Umbruch in unserer Sparte vollzogen: Das gesamte Trainerteam wurde neu besetzt und viele neue Spieler mussten in das Team integriert werden. Der Weg zu den Deaflympics nach Brasilien war steinig, denn die Mannschaft konnte aus finanziellen Gründen nicht an der WM teilnehmen und wegen der Corona-Pandemie musste schließlich auch die Teilnahme an der EM abgesagt werden. Umso bemerkenswerter ist die Leistung der Mannschaft, dass sie dann bei den Deaflympics tolle Spiele gezeigt haben, die Spieler über sich hinausgewachsen sind und sogar den Einzug ins Finale geschafft haben. Das hat es davor 29 Jahre nicht gegeben, als Deutschland zuletzt 1993 im Endspiel von Sofia stand! Darauf könnt ihr zurecht stolz sein!
Ich darf Euch in der Kategorie »Mannschaft des Jahres« mit dem 3. Platz ehren, dafür, dass Ihr bei den Deaflympics 2022 die Silbermedaille erreicht habt. Darüber freue ich mich mit der gesamten Handballsparte. Herzlichen Glückwunsch an Daniel Kinnback, Lukas Kaut, Gero Gertenbach und Joshua Hild, die die Handball-Nationalmannschaft vertreten!“
Individueller Glaspokal für jeden Spieler
Jeder erhielten aus den Händen des Handballbeauftragten einen individuellen Glaspokal überreicht. Norbert Hensen, der Sportdirektor des DGSV, beglückwünschte die Mannschaft zur Auszeichnung und wünschte für die Deaflympics im kommenden Jahr in Tokio viel Erfolg.
Lukas Kaut dazu: „Zweieinhalb Jahre nach dem Gewinn der Silbermedaille in Caxias do Sul freue ich mich sehr über diese Ehrung! Ich fand es auch spannend, zu sehen, welche Persönlichkeiten der deutsche Gehörlosensport hervorbringt. Es war ein gelungenes Event an einem ganz besonderen Ort.“
Schwestern aus Bühl ins Nationalteam berufen
Johanna (links) und Rachel Bertele, Foto: Johannes Weber
Johanna Bertele ist neunzehn und ihre Schwester Rachel erst siebzehn Jahre alt. Beide spielen mit viel Freude für die Spielgemeinschaft SG Kappelwindeck/Steinbach in der Südbadenliga. Und noch etwas eint die Beiden: Sie laufen in einem Team gemeinsam für die Frauen-Handballnationalmannschaft der Gehörlosen auf.
In ihren Vereinen spielen sie mit Hörhilfen. Beim Nationalteam müssen die raus. Und dennoch wurde das erste Testspiel gewonnen.
Beide kommen aus einer begeisterten Handballfamilie. Die Oma hat selbst gespielt, die Eltern haben sie bestens unterstützt und so ging kein Weg am Handball vorbei. Die Schwestern sind mit dem sechsten Lebensjahr in die beste Sportart der Welt eingestiegen, damals bei der SV Kappelwindeck. Ab der D-Jugend wird in der Spielgemeinschaft um Punkte gekämpft. Die sich in der Ausbildung zur Logopädin befindende Rachel läuft bei der A-Jugend in der Oberliga Südbaden auf. Die Abiturientin Johanna spielt ebenfalls in der Oberliga Südbaden, und zwar für die Damen 2, für die Rachel auch zusätzlich aufläuft.
Zur Nationalmannschaft sind sie durch eine ihnen bekannte Spielerin gestoßen, die den Co-Trainer der Deafboys, Jan Willner, kennt. Er machte darauf aufmerksam, dass gehörlose Spielerinnen gesucht werden, sie meldeten sich und waren dabei. Den ersten Lehrgang der Deafgirls mit sechzehn Spielerinnen in Haßloch haben die Beiden bereits mitgemacht und waren direkt begeistert.
Johanna Bertele dazu: „Der Lehrgang war einfach nur Klasse. Die meisten kannten sich nicht, haben sich zum ersten Mal getroffen. Und von Anfang an stimmte die Chemie. Es war so, als wenn man sich schon immer kannte. Jeder unterstützte Jeden, keiner wurde an die Seite gedrängt. Wir waren sofort ein Team. Es wurde intensiv und ernsthaft trainiert, der Spaß kam nie zu kurz. Es wurde viel gelacht. Auch das Team rund um die Bundestrainerin Christiane Weber passt.“
Rachel Bertele sieht alles ganz genauso und ergänzt: „Es war schon etwas komisch, auf einmal gar nichts zu hören. Kommuniziert wurde mit Gestik, Mimik und der Taktiktafel. Wir Spielerinnen gewöhnten uns sehr schnell daran und ein besonderes Highlight war für uns, mit der Nationalhymne und Deutschlandtrikots in das Testspiel zu gehen. Und hier hat sich auch gezeigt, was meine Schwester eben meinte: Wir sind in den zwei Tagen so zusammengewachsen, dass wir das Testspiel gegen einen guten Gegner gewonnen haben. Und eins möchte ich auch nicht vergessen: Aus Kostengründen wurde in Haßloch von einem Team selbst gekocht. Und das war ebenfalls wirklich spitze. Man merkte, das wurde mit Liebe gemacht.“
Beide sind sich einig, dass sie stolz darauf sind, dabei sein zu dürfen. Sie werden alles geben, um mit „ihrem“ Team erfolgreich zu sein, um das ganz große Ziel zu erreichen: Einen Medaillengewinn bei der Heim-WM 2026.
Sport Trophy 2024
Große Ehre am 09.11. für Angehörige der Sparte Schwimmen:
Bei der Wahl zum Trainer und Sportler des Jahres erreichten Björn Koch als damaliger Bundestrainer und Lars Kochmann den jeweils zweiten Platz bei der Wahl zum Sportler und Trainer des Jahres 2022. Ihre herausragenden Leistungen wurden somit auch auf der großen Bühne geehrt. Und Lars Kochmann musste noch ein zweites Mal auf die Bühne: Für seine begeisternden Erfolge bei der WM 2023 in Buenos Aires wurde er zum Sportler des Jahres 2023 gewählt. Nur Gerda Reinhard, Referentin der Sparte Schwimm stand öfter als Lars auf der Bühne: Sie durfte für Björn und Lars insgesamt 3 Laudationen halten.
DGSV Sport Trophy
Melanie Klinke, Sportlerin des Jahres 2023

Für herausragenden Einsatz, Leidenschaft und Erfolg
geht der Titel
Sportlerin des Jahres 2023 an
Melanie Klinke
Herzlichen Glückwunsch zu dieser verdienten Auszeichnung!
Deutscher Rekord bei Sprintmeisterschaft
Erstmals schwamm ein gehörloser deutscher Schwimmer die 200 m Rücken auf der Kurzbahn unter 2:10 Minuten. Dieser neue Rekord von Lars Kochmann war zweifellos der sportliche Höhepunkt der Internationalen Deutschen Gehörlosen-Sprintmeisterschaften (IDGM) in Heidelberg-Eppelheim.
IDGM Eppelheim am 02.11.2024
Die Internationale Deutsche Gehörlosen Sprint Meisterschaft am 02.11. in Eppelheim erreichte alle Ziele: Nicht nur glänzende Augen beim Nachwuchs und Freude bei den Sieger, auch Lars Kochmann erzielte bei seinem Rekordversuch alleine gegen die Uhr einen neuen Deutschen Rekord über 200 R auf der Kurzbahn: Mit 2:09,06 war er exakt 1 Sekunde schneller als Phil Goldberg vor 11 Jahren. Somit hält Lars nun alle 3 Deutschen Rekorde in der Rückenlage, d.h. auf 50 R, 100 R und 200 R. Glückwunsch.
Das Protokoll und alle Urkunden sind hier zu finden: https://dgs-schwimmen.de/28-08-2024-idgm-sprint
IDGM in Eppelheim am 02.11.2024
Am 02.11.2024 findet sie statt, die Internationale Deutsche Gehörlosen Sprint Meisterschaft im Schwimmen. Diesmal in Eppelheim, in der Nähe von Heidelberg. Ausgerichtet wird sie vom GSV Heidelberg und erstmal ist dies eine reine Internationale Deutsche Meisterschaft. Dies bedeutet, nur eine Wertungs, egal welche Nationalität, der zugewinnende Titel lautet: „Internationale Deutsche Gehörlosen Meister*in“.
Sportjugend im DGSV
Vom 18. bis 20. Oktober fand in den Räumen des Stadtverbandes der Gehörlosen Düsseldorf der turnusmäßigen Sportjugend der Deutschen Gehörlosen-Sportjugend im Deutschen Gehörlosen-Sportverband (DGSV) in Düsseldorf statt.
Vor der Jugendtag gab es insgesamt vier Workshops. Auf der Versammlung wurde der Vorstand nicht entlastet, aufgrund finanziellen Unklarheiten, die nachträglich wegen Personalwechsel geprüft werden.
Im Jahr 2025 gibt es interessante Veranstaltungen:
- XXL-Camp
- Sportfinale
Im Jahr 2026 stehen zwei große Events an:
- Bundesjugendtag in Erfurt
- Europäische Jugendspiele in Hannover
Für die Sparte war Tobias Westrich vor Ort.
Der Erfolg des deutschen Kaders reißt nicht ab! - Wieder Gold und Silber für Deutschland im Einzelzeitfahren
Auch im zweiten Rennen der Weltmeisterschaft in Polen gelang es, sich wieder an der Weltspitze zu behaupten.
Mit Max Jehle hatte das Trainerduo zusammen mit Fachwart Mielke-Weyel den richtigen Riecher. Auf Grund seiner Leistung beantragten sie kurz vor der WM dessen Aufnahme in den Kader, er wurde für die Wettkämpfe nominiert und rechtfertigte das mit Debütanten-Gold über die 27km Strecke der Männer.
In enger Abstimmung mit den Trainern hatte Jehle ein ausgesprochen starkes Rennen gefahren und auch nachdem der zweite Block über die Ziellinie gefahren war, blieb er unangefochten mit 44 Sekunden Vorsprung in der Topposition, er ist der neue Weltmeister im Einzelzeitfahren!
Die Bedingungen für die Wettkämpfer*innen waren optimal – ein sonniger Tag, kaum Wind, eine hervorragende Organisation seitens des polnischen Ausrichters, alles stimmte. Die gut abgesperrte Strecke war technisch sehr anspruchsvoll mit langen Steigungen und gefährlichen Abfahrten.
Die deutschen Fahrer starteten im ersten Block und platzierten sich dort alle unter den ersten fünf, an der Spitze Jehle, gefolgt von Favorit Chionis aus Griechenland, Wahala lag auf dem Bronzerang. Er wurde auf Platz vier verdrängt, der Pole Pawel Arciszewski, Silbermedaillengewinner der Deaflympics 2021, setzte sich im zweiten Block noch vor Chionis auf Platz zwei. Insgesamt waren die Platzierungen der Männer ab dem dritten Platz sehr eng, nur wenige Sekunden entschieden über das Endergebnis, entscheidende Sekunden, die z.B. Kneer durch einen Defekt am Rad verlor.
Metz bewies ein weiteres Mal, dass sie auf dem Rad zu Spitzenleistungen aufläuft, sie holte den Vizetitel über die 18km der Frauen. Sie fuhr ein solides Rennen und überquerte die Ziellinie mit zwei Minuten Abstand zu Long Hoi aus Macau, die nach längerer Pause wieder auf dem Rad an den Start ging.
Ebenfalls mit einer hervorragenden Leistung setzte sich Stefan Kneer bis zum B-Damit standen auch gestern wieder zwei Deutsche auf dem Podest, morgen geht es ins Punkterennen.
Ein sensationeller Auftakt! - Gold und Silber für Deutschland im Sprint!
Der deutsche Radsport Kader hätte kaum besser in die Rennen starten können – Bianca Metz und Leon Brunnert veredelten den Tag mit Gold und Silber! Stefan Kneer schaffte es ins B-Finale und unterlag knapp dem erfahrenen Andre Soares aus Portugal.
Metz erreichte unangefochten das Halbfinale gegen die Japanerin Yukari Minhoara, die nach einem verlorenen ersten Durchgang im zweiten Durchgang versuchte, durch einen Angriff unmittelbar nach der Wende doch noch zu gewinnen. Sie wurde jedoch von Metz eingeholt, die die Attacke souverän konterte und im Finale auf Yelisaveta Topchaniuk traf – die vierfache Deaflympics Siegerin im Straßenwettkampf von 2021 in Caxias do Sul. Die Ukrainerin hatte Pech, sie stürzte im ersten Durchgang bei der Wende, der Punkt ging an Metz. Den zweiten Durchgang konnte die deutsche Fahrerin ebenfalls knapp für sich entscheiden, nachdem Topchaniuk schon früh nach der Wende angriff und einen Vorsprung holte. Sie hatte damit eine Lücke gerissen, die von Metz über fast 500 Meter gekonnt wieder zugefahren wurde.
Metz ist zurück auf dem internationalen Radsport Parkett und die neue Weltmeisterin im Sprint!
Für eine echte Sensation sorgte der junge Debütant Leon Brunnert. 25 Fahrer aus zehn Nationen waren im Sprint am Start, darunter hochkarätige Fahrer wie der Portugiese Andre Soares, den Brunnert im Halbfinale aus dem Rennen warf. Ursprünglich sollte er auf Grund seiner Jugend nicht teilnehmen dürfen, der Verband setzte sich hartnäckig mit einem Antrag auf Ausnahmegenehmigung durch und das junge Talent belohnte Trainer und Verantwortliche dafür mit einer überragenden Leistung! Erst gegen den erfahrenen Griechen Panagiotis Chionis musst er sich im Finale geschlagen geben.
Brunnert zeigte gleich in seinem ersten Rennen gegen die bekannten Größen im internationalen Radsport, dass er eine ernst zu nehmende Konkurrenz ist und zukünftig mit ihm zu rechnen sein würde. Vizeweltmeister im Sprint – ein stolzes Ergebnis nicht nur für ihn allein, auch für alle, die ihn auf dem Weg dorthin begleitet hatten.
Ebenfalls mit einer hervorragenden Leistung setzte sich Stefan Kneer bis zum B-Finale durch. Im Viertelfinale ging es in einem spannenden Wettstreit gegen den Japaner Kota Tanaka in die dritte Runde, Kneer gewann durch Attacke in der Wende den entscheidenden Vorsprung und den Einzug ins Halbfinale, wo er auf den späteren Weltmeister Chionis traf, der ihn klar besiegte. Auch gegen Soares musste er sich geschlagen geben, kann aber zu Recht stolz auf den Einzug ins B-Finale sein, ein sehr gelungenes Debüt für den Deutschen!
Felix Wahala erreichte das Viertelfinale, traf früh auf den starken Griechen Chionis und schied aus. Er beendete diesen Wettkampftag der Weltmeisterschaft auf einem respektablen 7. Platz.
Max Jehle konnte sich bei den 25 Männern die zweitbeste Zeit in der Qualifikation sichern. Aufgrund eines taktischen Manövers des Konkurrenten, von dem Jehle überrascht wurde und es dann nicht mehr schaffte, den Anschluss zu halten, schied Jehle leider vorzeitig aus dem Wettkampf aus. Er hat jedoch als Debütant bei internationalen Rennen mit seiner Qualifikationszeit eine Ansage an die Konkurrenz gemacht, dass auch in Zukunft auf internationalem Boden mit ihm zu rechnen ist.
Alle Fahrer und die Fahrerin qualifizierten sich, alle fünf zeigten Kampfgeist und gemeinsam zeigten sie dem internationalen Radsport, dass Deutschland im Radsport zurück ist. Die gezielte und engagierte Arbeit des Trainerduos Hill und Holloway sowie die Unterstützung durch den Verband machten die Weltmeisterschaft schon am ersten Wettkampftag zu einem zukunftsweisenden Meilenstein für den deutschen Radsport. In den folgenden Rennen liegen für alle weitere Chancen, sich auf Weltniveau zu beweisen.
World Deaf Beach Volleyball Championships in Prag
Vom 26.8.2024 bis zum 01.09.2024 fanden die Beachvolleyball-Weltmeisterschaften in Prag statt. Insgesamt nahmen daran 14 Frauen- und 13 Männerteams teil.
Das deutsche Team reiste mit zwei Männerteams an. Die Anreise am 25.8. und die Ankunft im Hotel verliefen verliefen ohne Probleme.
Zum deutschen Aufgebot gehörten das Team Deutschland 1 mit Max Pähler/Henrik Templin; Deutschland 2 mit Tobias Franz/Max Schmidt; Physiotherapeutin Pia Wilke; Trainerin Tonya “Teee” Slacanin und Team Leader Frank Templin.
Das Hotel lag ein paar Gehminuten von der Beachanlage entfernt, war gut ausgestattet und hatte ein reichhaltiges Frühstücksangebot.
Die Beachvolleyball-Anlage bot gute Trainings- und Turnierbedingungen. Die deutschen Teams trainierten am Sonntag und Montag vor dem Turnier und konnten sich mit den Bedingungen Ort vertraut machen. Das einfache Mittagessen wurde dort an allen Tagen ausgegeben. Das Team konnte die Vielseitigkeit der Prager Gastronomie entdecken, indem es sich Abend für Abend ein Lokal für das Essen aussuchte.
Am frühen Montag Abend fand im Rahmen des Technical Meetings die Auslosung der vier Gruppen statt.
Deutschland 1 musste am ersten Wettkampftag gegen Polen 1 und Österreich, am zweiten Spieltag gegen den Medaillenanwärter Ukraine 2 spielen. Nach einer kurzen Nacht gab es für die Spieler am Dienstag bereits um 6.30 Uhr Frühstück, da Deutschland 1 um 9 Uhr und vor der Eröffnungsfeier sein 1. Spiel hatte.
Nach den ersten Spielen gab es die Eröffnungsfeier und die weiteren Gruppenspiele konnten beginnen.
Deutschland 1 gewann das Spiel gegen Polen 1 und Österreich souverän. Dagegen waren sie leider gegen die Ukrainer chancenlos.
Deutschland 2 musste gegen Polen 2 und Italien spielen. Es gab einen überzeugenden Sieg gegen Polen 2 und eine knappe Niederlage gegen Italien. Im weiteren Turnierverlauf gab es Siege und Niederlagen. Beide Teams qualifizierten sich für die Viertelfinale, die sie leider verloren. Bei den Platzierungsspielen konnte Deutschland 1 gegen Japan 2 gewinnen und erreichte somit den 7. Platz. Deutschland 2 setzte sich gegen Polen 2 durch und sicherte sich Platz 9 im Turnier.
Eine kleine Fangruppen mit Marco Sudy, Freunden und Familien besuchte die Spiele und die Deutschen Teams.
Die Finalspiele und die Abschiedszeremonie am Sonntag fanden parallel und abwechselnd zu den Finalspielen der tschechischen Meisterschaften der Hörenden statt und wurden live übertragen. In einer angenehmen und kameradschaftlichen Atmosphäre verabschiedeten sich die Teilnehmer und wünschen sich für ein gemeinsames Wiedersehen alles Gute.
Indien und Ukraine triumphieren bei der Weltmeisterschaft im Pistolen- und Gewehrschießen
Heute standen bei der Weltmeisterschaft die Wettkämpfe im 50-Meter-Gewehrschießen in drei Stellungen für Frauen und der 25-Meter-Standardpistolenwettbewerb der Männer auf dem Programm.
Im 25-Meter-Standard dominierte erneut die Weltspitze: Indien und die Ukraine lieferten sich ein spannendes Duell und bewiesen eindrucksvoll ihre Stärke. Der Inder Abhinav Deshwal setzte von Beginn an ein klares Zeichen, führte souverän durch den gesamten Wettkampf und krönte seine Leistung mit einem neuen Weltrekord. Die Silbermedaille ging an den Ukrainer Oleksii Lazebnyk, während Chetan Hanmant Sapkal aus Indien Bronze gewann. Für die deutschen Schützen lief es weniger erfreulich – sie belegten die letzten beiden Plätze. Die dominierende Leistung der Schützen aus Indien und der Ukraine zeigt, dass diese Nationen im Pistolenwettbewerb aktuell das Maß aller Dinge sind.
Im 50-Meter-Gewehrwettkampf mit drei Stellungen kämpften die Teilnehmerinnen in einem hochklassigen Qualifikationswettbewerb um den Einzug ins Finale. Mit dabei waren die Deutschen Sara Schäfer und Miriam Kraska. Während Schäfer aus gesundheitlichen Gründen früh aufgab, schaffte es Kraska ins Finale. Doch im Qualifikationswettbewerb setzten die Ukrainerin Violeta Lykova und die Inderin Mahit Sandhu mit einem gemeinsamen Weltrekord neue Maßstäbe. Dicht dahinter rangierte die Ungarin Mira Zsuzsanna Biatovszki.
Im packenden Finale bewies Mahit Sandhu erneut ihre Klasse und holte mit einer konstanten Spitzenleistung die Goldmedaille für Indien. Sie führte das Feld von Beginn an an und ließ ihren Konkurrentinnen keine Chance. Miriam Kraska hatte im Finale einen schweren Tag und konnte nicht mehr aufholen. Die Ungarin Biatovszki überholte schließlich Lykova und sicherte sich Silber, während die Ukrainerin Bronze gewann.
Indien und die Ukraine festigen damit ihre Ausnahmestellung im internationalen Schießsport – eine beeindruckende Vorstellung auf höchstem Niveau.
Spannung beim Finale der Weltmeisterschaft im 25-Meter-Standardfeuerpistolenwettbewerb der Männer
Am letzten Tag der Weltmeisterschaft stand der 25-Meter-Standardfeuerpistolenwettbewerb der Männer im Fokus. Für Deutschland traten Martin Böhlke und Bodo Funcke an, während drei Athleten aus der Ukraine ebenfalls um den Titel kämpften. Angesichts des kleinen Teilnehmerfelds schien die Ausgangslage günstig für das deutsche Team.
Der Wettkampf war geprägt von Nervosität und hoher Anspannung, insbesondere da Martin Böhlke lange Zeit die Führung innehatte. Doch der Ukrainer Serhii Fomin sah sich während des Wettbewerbs mit technischen Problemen konfrontiert und erhielt eine 10-minütige Pause für eine dringende Waffenreparatur. Wäre diese nicht erfolgreich gewesen, hätte ihm die Disqualifikation gedroht. Während die Reparatur andauerte, setzten die anderen Athleten ihren Wettkampf fort. Böhlke zeigte eine starke Leistung und konnte bis zum Ende des Wettbewerbs die Führung halten. Doch Fomin gelang die Reparatur seiner Waffe, und er kehrte in den Wettkampf zurück. In einem packenden Finish sicherte sich Fomin knapp die Goldmedaille, während Martin Böhlke mit Silber für Deutschland glänzte. Den dritten Platz belegte der Ukrainer Orhorodnyk. Bodo Funcke belegt den 5. Platz.
Besondere Ehrung für junge Athleten aus Indien
Im Anschluss an den Wettkampf wurden die Medaillengewinner ausgezeichnet. Doch bevor die Weltmeisterschaft offiziell zu Ende ging, ehrte das Organisationskomitee zwei der jüngsten Teilnehmer. In einer beeindruckenden Leistung wurden die beiden Auszeichnungen an zwei junge Sportler aus Indien vergeben.
Abhinav Deshwal (17) und Anuya Prasad (16) wurden für ihre herausragenden Erfolge geehrt:
Anuya Prasad gewann Gold in der Disziplin 10 Meter Luftpistole.
Abhinav Deshwal holte:
- Silber in 10 Meter Luftpistole
- Silber in 10 Meter Luftpistole Mannschaft
- Gold in 25 Meter Pistole
- Gold in 25 Meter Standardpistole
- Silber im 10 Meter Luftpistole Mixed-Wettbewerb
Frau Henrion vom Bundesministerium des Innern und für Heimat sowie Timo Kruckenmeyer vom Gehörlosensportverband Niedersachsen überreichten den beiden Nachwuchstalenten eine Nana-Figur, eine bekannte Skulptur aus Hannover, und würdigten die beeindruckenden Leistungen der jungen Sportler.
Dank und feierlicher Abschluss
Daniel Haffke, der den Deutschen Gehörlosen-Sportverband vertrat, dankte im Anschluss allen teilnehmenden Nationen und hob besonders die Unterstützung durch das Bundesministerium des Innern und für Heimat, die Stadt Hannover und die Lotto-Stiftung Niedersachsen hervor.
Ingo Schweinsberg, Sportdirektor für Sportschießen des internationalen Gehörlosensportverbandes (ICSD), sprach Deutschland seinen Dank für die erfolgreiche Ausrichtung der Weltmeisterschaft aus. Mit zahlreichen gebrochenen Weltrekorden war die Veranstaltung ein großer Erfolg. Schweinsberg blickte zudem bereits voller Vorfreude auf die Deaflympics 2025 in Tokio.
Zum feierlichen Abschluss wurde die ICSD-Flagge eingeholt und an Daniel Haffke übergeben, der sie anschließend an den internationalen Verband weiterreichte. Mit dieser symbolischen Geste wurde die Weltmeisterschaft offiziell beendet.
Der Medaillenspiegel der Weltmeisterschaft unterstreicht eindrucksvoll die herausragenden Leistungen von Indien und der Ukraine, die das Turnier klar dominierten. Beide Nationen sicherten sich zahlreiche Podestplätze und bewiesen ihre exzellente Form. Für Deutschland gestaltete sich der Wettkampf herausfordernd, doch mit großem Einsatz konnten am Ende vier hart erkämpfte Medaillen gewonnen werden – ein Ergebnis, das den hohen Konkurrenzdruck und die starke internationale Beteiligung widerspiegelt.
Taiwan jubelt über erste Medaille, Deutschland ohne Medaillenerfolg
Nach dem gestrigen Medaillenjubel für Deutschland setzte sich die Spannung heute bei den Wettkämpfen mit der 25-Meter-Pistole der Männer und dem 50-Meter-Gewehr der Frauen fort.
Am Morgen traten die besten 12 Schützen im 25-Meter-Pistolen-Wettbewerb an, um sich ihren Platz im Finale zu sichern. Der Ukrainer Oleksandr Kolodii sorgte dabei für eine Sensation: Mit 575 Ringen stellte er einen neuen Weltrekord auf. Doch der Wettkampf blieb nicht ohne Kontroversen. Sein Landsmann Oleksii Lazebnyk qualifizierte sich zunächst ebenfalls für das Finale, doch ein Protest des kroatischen Teams brachte eine Wende. Nach eingehender Prüfung disqualifizierte die Jury Lazebnyk aufgrund einer nicht regelkonformen Ausrüstung – ein dramatischer Moment, der Boris Gramnjak aus Kroatien den Einzug ins Finale ermöglichte. Für die deutschen Teilnehmer Martin Böhlke und Bodo Funcke war es jedoch ein bitterer Tag: Sie verpassten den Finaleinzug und mussten ihre Hoffnungen auf eine weitere Medaille begraben. Deutschland hat bisher nur eine Bronzemedaille in der Mannschaftswertung errungen.
Der 50-Meter-Gewehrwettbewerb der Frauen bot packende Momente und Hochspannung. Bei optimalen Wetterbedingungen kämpften elf Schützinnen um den Einzug ins Finale. Die Deutsche Miriam Kraska machte es besonders spannend, als sie ihre Schüsse buchstäblich in letzter Sekunde abgab. Schließlich konnten sich sowohl Kraska als auch ihre Landsfrau Sabrina Eckert für das Finale qualifizieren. Hier setzte die Inderin Mahit Sandhu ein weiteres Ausrufezeichen: Nach ihrem Sieg in der Qualifikationsrunde holte sie sich im Finale nicht nur die Goldmedaille, sondern stellte erneut einen Weltrekord auf. Ihre beeindruckende Konstanz – 22 von 24 Schüssen über 10 Ringe – sicherte ihr einen glanzvollen Sieg.
Auch für Miriam Kraska gab es im Finale spannende Momente: Sie gewann zwei nervenaufreibende Shoot-offs, musste sich jedoch letztlich mit dem 5. Platz begnügen. Sabrina Eckert belegte den 8. Platz. Der zweite Platz ging an die Ungarin Mira Zsuzsanna Biatovszki, die im Shoot-off die Ukrainerin Yuliia Yevtushenko besiegte, die sich mit Bronze zufriedengeben musste.
Im 25-Meter-Pistolen-Finale setzte sich erneut Oleksandr Kolodii durch und krönte seinen Tag mit 42 Ringen und einem weiteren Weltrekord. Silber ging an Abhinav Deshwal aus Indien, während Ming-Jui Hsu aus Taiwan die Bronzemedaille errang – die erste Medaille für Taiwan bei einer Schießsport-WM.
Radsport WM in Heiligkreuz/POL 06. – 16.September 2024 - Ambitioniert auf der Straße – der Radsportkader tritt auf Weltniveau an!
Nachdem sich der Radsportkader nach einer langen Pause neuformiert hatte, galten alle Vorbereitungen der Weltmeisterschaft im polnischen Provinz Heiligkreuz/Swietokrzyski. Die Provinz bietet neben einer wunderschönen Landschaft ideale Voraussetzungen für Radsport-Straßenrennen.
Der Verband tritt mit vier Debütanten an, Stefan Kneer, Felix Wahala, Max Jehle und dem Jungtalent Leon Brunnert. Während die vier Fahrer neu auf internationalem Parkett in die Straßenrennen starten werden, blickt die erfahrene Bianca Metz auf Erfahrungen und Erfolge im europäischen Straßenwettkampf zurück.
Alle fünf Aktiven werden sowohl im Sprint als auch im Einzelzeitfahren, Straßen- und Punkterennen antreten, vom 06. bis zum 08. September können die Teilnehmenden die Strecken kennen lernen und ein erstes Training absolvieren, bevor die Wettkämpfe am 09. mit dem Sprint Wettkampf eröffnet werden. Danach folgten Rennen und Training im Wechsel von zwei Tagen, den Abschluss bildet das Straßenrennen am 15. September.
Noch sind die Teilnehmenden aus den verschiedenen Mitgliedsländern nicht bekannt, letzte Erfahrungen mit der Konkurrenz auf Weltniveau im türkischen Samsun bei den Sommer Deaflympics 2017, liegen geraume Zeit zurück. Wie so häufig ist die Stärke der Konkurrenz nur schwer einzuschätzen, da die internationalen Begegnungen im Gehörlosen-Sport nur selten stattfinden. In Hinblick auf die Zukunft ist diese WM-Teilnahme ein wichtiger Meilenstein für den neu formierten Kader und dessen Ausrichtung.
Alle fünf und ihr Betreuerstab sind gut vorbereitet und hochmotiviert, bei ihren Einsatz die deutschen Farben mit Bestleitungen würdig zu vertreten.
Radsport-Kader
Bianca Metz, Stefan Kneer – GSC Bodensee, Max Jehle – GSV Reutlingen, Felix Wahala – GBF München, Leon Brunnert – GSBV Halle
Betreuerstab
Mannschaftsleitung Gerald Mielke-Weyel, Trainer-Duo Timo Holloway & Benjamin Hill, med. Betreuung Franziska Forst, Servicemann Jonas Albig.
Goldene Treffsicherheit: Ukraine und Indien dominieren die Schießsportwettkämpfe
Beim heutigen Wettkampf der Männer im Schnellfeuerpistolenschießen wurde den Schützen höchste Konzentration und Geschwindigkeit abverlangt. Innerhalb kürzester Zeit mussten fünf Schüsse präzise abgegeben werden – eine Herausforderung, die den Druck für die sechs Top-Athleten enorm erhöhte. Doch der Ukrainer Serhii Ohorodnyk bewies Nervenstärke und führte von Beginn an. Mit einer herausragenden Leistung sicherte er sich in beiden Runden die Spitzenposition und krönte sich mit 555 Ringen zum Sieger. Gleichzeitig stellte er einen neuen Qualifikationsweltrekord auf und ließ der Konkurrenz keine Chance.
Sein Landsmann Oleksandr Kolodii folgte ihm auf Platz zwei, während der Inder sich über die Bronzemedaille freuen konnte. Für den deutschen Teilnehmer Martin Böhlke lief es in der ersten Runde nicht wie erhofft – mit nur 67 Ringen konnte er in der zweiten Runde den Rückstand nicht mehr aufholen.
Auch im 50-Meter-Gewehrschießen der Männer in der Disziplin "3-Stellungen" ging es heute hoch her. In der Qualifikation sicherten sich die deutschen Schützen Sebastian Herrmany und Erik Hess den Einzug ins Finale. Doch der Inder, der in der Qualifikationsrunde einen Weltrekord aufstellte, war nicht zu schlagen. Der deutsche Deaflympic-Sieger Colin Müller verpasste das Finale nur knapp.
Im Finale setzte sich der Inder Shourya Saini souverän durch und gewann Gold. Die Plätze zwei und drei gingen an die Ukraine. Sebastian Herrmany belegte einen respektablen fünften Platz, während Erik Hess auf Platz sechs landete.
Deutschland zeigt Nerven: Erstes Gold und Silber nach langem Warten bei der WM
Am vierten Tag der Weltmeisterschaft in Hannover richteten sich alle Augen auf den Wettbewerb der Frauen in der Disziplin 25 Meter Pistole. Zehn Spitzenathletinnen traten in der Qualifikation an, um sich einen der begehrten Plätze im Finale zu sichern. In den vergangenen Tagen hatten die Schützinnen aus der Ukraine und Indien die Pistolenwettkämpfe dominiert – eine Vormachtstellung, die auch heute bestätigt werden sollte.
Pranjali Prashant Dhumal aus Indien setzte ein klares Zeichen, indem sie mit 571 Ringen einen neuen Qualifikationsweltrekord aufstellte und souverän den ersten Platz belegte. Direkt dahinter folgte eine starke Ukrainerin. Die Finalplätze wurden von Schützinnen aus der Ukraine, Indien und Kroatien erobert, während die deutsche Hoffnung Silke Fischer leider ausschied. Damit muss Deutschland weiterhin auf eine Medaille im Pistolenwettbewerb warten.
Im Anschluss übernahmen die Männer die Bühne beim Gewehrschießen über 50 Meter. Fünfzehn Schützen kämpften um den Einzug ins Finale, wobei die acht Besten weiterkamen. Die deutschen Schützen Sebastian Herrmany, Erik Hess und Colin Daniel Müller zeigten eine beeindruckende Leistung und qualifizierten sich für das Finale – ein starkes Zeichen für das Gastgeberland.
Sebastian Herrmany setzte dabei ein besonderes Highlight, indem er sowohl den Qualifikationsweltrekord als auch den Weltmeisterschaftsrekord brach. Mit 623,0 Ringen übertraf er den bisherigen Rekord von Colin Daniel Müller, der vor fünf Jahren bei den Deaflympics in Brasilien mit 617,4 Ringen aufgestellt wurde.
Die Finalrunde versprach Hochspannung: Drei Deutsche, ein Portugiese, zwei Ukrainer und zwei Tschechen kämpften um die Medaillen. Nach einer kurzen Pause gingen die qualifizierten Schützen hochkonzentriert ins Rennen.
Bereits nach den ersten 10 Schüssen setzte sich Colin Daniel Müller mit 124,8 Ringen an die Spitze, dicht gefolgt von Erik Hess und Sebastian Herrmany – alle drei aus Deutschland. Im ersten Stechen musste der Ukrainer Dmytro Staroselets das Feld räumen. Das zweite Stechen war ein echter Nervenkitzel: Der portugiesische Schütze Nuno Fernando Reis Esteves konnte sich knapp durchsetzen und beide Tschechen hinter sich lassen, um den 5. Platz zu sichern. Im letzten Duell zeigte Sebastian Herrmany Nervenstärke und eliminierte den Portugiesen mit einem hauchdünnen Vorsprung von 0,1 Ringen.
Der Kampf um die Bronzemedaille zwischen dem Ukrainer Dmytro Petrenko und Sebastian Herrmany war bis zum letzten Schuss hart umkämpft. Obwohl Herrmany zwischenzeitlich die Führung übernehmen konnte, bewies Petrenko seine Klasse und sicherte sich mit 204,0 Ringen den Platz auf dem Podium, während Herrmany mit 203,9 Ringen nur knapp ausschied.
Das Finale um Gold entwickelte sich zu einem packenden Duell zwischen Colin Daniel Müller und Erik Hess. Müller verteidigte seine Führung mit einer herausragenden Leistung und verwies Hess mit einem Vorsprung von 0,7 Ringen auf den zweiten Platz. Damit ist Colin Daniel Müller der neue Weltmeister und krönte seine Leistung, indem er den Weltrekord in der Finalrunde auf beeindruckende 247,9 Ringe verbesserte – eine Steigerung seines eigenen Rekords aus Brasilien.
Der goldene Tag für Deutschland wurde anschließend durch das Finale der Frauen im Pistolenwettbewerb abgerundet. Hier dominierte die Ukrainerin Sofiia Olenych von Beginn an und sicherte sich mit einem neuen Weltrekord von 40 Ringen klar die Goldmedaille. Ihre Landsfrau Halyna Mosina holte Silber, während Pranjali Prashant Dhumal aus Indien das Podium mit Bronze komplettierte.
Dreimal Silber bei der Gehörlosen-WM
Die deutschen Deafgolfer räumen bei den Weltmeisterschaften kräftig ab. Vanessa Girke (GSV Bielefeld) holt den Vize-Einzeltitel in der Damenwertung, während Nico Guldan (GSV Heidelberg) ebenso den Vize-Einzeltitel bei den Herren erspielte. Zudem konnten die deutschen Damen ihre Goldmedaille in der Mannschaftswertung nicht verteidigen und holten ebenfalls Silber.
Mixed-Wettbewerbe: Gold für Indien, Deutschland verpasst das Podium
Heute standen die spannenden Mixed-Wettbewerbe in den Disziplinen Luftpistole und Luftgewehr im Fokus. Bereits am Morgen gingen sieben Mixed-Teams an den Start, darunter Indien und die Ukraine mit jeweils zwei Mannschaften, Kroatien, Taiwan und Deutschland, das durch Martin Böhlke und Silke Fischer vertreten wurde.
In der Qualifikation setzten sich Indien I und Ukraine I souverän durch und qualifizierten sich für das Finale, in dem es um Gold ging. Im Kampf um die Bronzemedaille traten Kroatien und Ukraine II gegeneinander an.
Für Deutschland verlief der Wettkampf leider enttäuschend. Unser Team verpasste das Podium und belegte den letzten Platz im Mixed-Wettbewerb. 26 Ringe fehlten zum Einzug ins Bronzeduell, für das Goldfinale wären sogar 34 Ringe notwendig gewesen. An diesem Tag wollte es für das deutsche Duo einfach nicht laufen.
Im packenden Bronzekampf konnte sich Kroatien knapp mit 17:13 gegen Ukraine II durchsetzen und durfte sich über die Medaille freuen. Ukraine II holte nach langer kroatischer Führung noch einmal auf, doch Kroatien behielt beim letzten Schuss die Nerven und sicherte sich Bronze. Im Finale zeigte Ukraine dann eine überragende Leistung und setzten sich mit 17:7 klar durch und holten souverän die Goldmedaille.
Im Luftgewehr-Wettbewerb ruhte die deutsche Hoffnung auf zwei Teams: Erik Hess und Sara Schäfer sowie Sabrina Eckert und Daniel Colin Müller. Die Erwartungen waren hoch, endlich eine Medaille für Deutschland zu erringen.
In der Qualifikation bewiesen Indien und die Ukraine erneut ihre Stärke und zogen jeweils mit zwei Mannschaften ins Finale ein. Das deutsche Team Hess/Schäfer scheiterte nur hauchdünn am Einzug ins Bronzeduell – es fehlten lediglich 1,7 Ringe. Indien setzte dabei ein Ausrufezeichen und stellte mit 628,8 Ringen einen neuen Weltrekord auf.
Im Duell um Bronze triumphierte Ukraine I deutlich mit 16:6 gegen Ukraine II. Im Finale knüpfte Indien nahtlos an seine herausragende Leistung an und besiegte Indien II klar mit 17:5.
Spannung und Rekorde am zweiten Wettkampftag: Indische Schützen dominieren das Luftgewehrschießen!
Am zweiten Tag der Weltmeisterschaft stand das heiß erwartete Luftgewehrschießen auf 10 Meter an – und es wurde ein Tag voller Überraschungen, Nervenkitzel und neuer Weltrekorde. Bei kühlem Morgenwetter traten 14 der besten Schützinnen der Welt zur Qualifikation an. In die Spitzenränge (Plätze 1-8) schafften es gleich drei Schützinnen aus Indien, eine aus Ungarn, zwei aus der Ukraine und zwei aus Deutschland. Die indische Schützin Mahit Sandhu sorgte dabei für einen Paukenschlag, als sie mit beeindruckenden 627,7 Ringen einen neuen Weltrekord aufstellte. Leider musste die deutsche Schützin Miriam Kraske den Traum vom Finale begraben.
Die Herrenqualifikation stand der Spannung der Damen in nichts nach. 17 Schützen traten an, und erneut zeigte sich die indische Mannschaft in überragender Form: Die Top 3 der Qualifikation gingen komplett an Indien. Srikanth Dhanush sicherte sich mit sensationellen 632,7 Ringen nicht nur den ersten Platz, sondern stellte auch einen neuen Weltrekord auf.
Auch für Deutschland gab es Lichtblicke: Daniel Colin Müller und Erik Hess kämpften sich ins Finale, ebenso wie zwei Ukrainer und ein Tscheche. Doch für Sebastian Hermann reichte es trotz starker Leistung nur für Platz 12.
Das Damenfinale bot Spannung pur – mit technischen Herausforderungen und dramatischen Shoot-offs. Sabrina Eckert zeigte Nervenstärke und warf die ukrainische Konkurrentin im ersten Shoot-off aus dem Rennen. Doch im zweiten musste sie sich geschlagen geben und verabschiedete sich aus dem Kampf um Gold. Sara Schäfer hielt die deutsche Fahne hoch, schied jedoch auf Platz 5 aus. Die Goldmedaille ging an die Ungarin, die sich mit einem weiteren Weltrekord von 247,8 Ringen an die Spitze kämpfte.
Im Herrenfinale verlief der Wettkampf für die deutschen Schützen weniger erfolgreich als erhofft. Daniel Colin Müller und Erik Hess konnten sich nicht durchsetzen und belegten die Plätze 7 und 6. Die Goldmedaille ging verdient an Srikanth Dhanush aus Indien, der mit einem neuen Weltrekord von 251,7 Ringen den Sieg errang. Damit setzten die indischen Schützen ihre beeindruckende Dominanz bei dieser Weltmeisterschaft fort.
Morgen geht es mit den Mixed-Wettbewerben in der Luftpistole und im Luftgewehr weiter – Spannung garantiert!
Vier neue Weltrekorde bei den 10 Meter Luftpistole-Wettkämpfen: Ukraine und Indien dominieren
Nach einer mitreißenden Eröffnungszeremonie starteten heute die ersten Wettkämpfe in der Disziplin 10 Meter Luftpistole – ein Auftakt, der die Herzen der Fans höherschlagen ließ. Schon am Morgen entbrannte der Kampf um die Finalplätze der Männer, bei dem jeder Schuss über Sieg oder Niederlage entschied. Die Spannung war greifbar, als die Schützen sich in der Qualifikationsrunde duellierten, um einen der begehrten Plätze unter den besten acht zu ergattern.
Am Ende der Qualifikation triumphierte die Ukraine und schickte gleich drei ihrer besten Schützen ins Finale. Indien folgte dicht dahinter mit zwei starken Teilnehmern. Auch Kroatien, die Vereinigten Arabischen Emirate und Taiwan sicherten sich jeweils einen Platz im Finale.
Für die deutschen Schützen verlief der Tag hingegen enttäuschend: Trotz des Einsatzes von Martin Böhlke (538 Ringe), Bodo Funcke (535 Ringe) und Thomas Münchenbach (526 Ringe) blieben die Ergebnisse hinter den Erwartungen zurück, und der Einzug ins Finale wurde verfehlt.
Im Finale setzten die Schützen dann alles auf eine Karte. Der Ukrainer Oleksii Lazebnyk zeigte Nerven aus Stahl und sicherte sich mit herausragenden 237 Ringen, die als neuer Weltrekord aufgestellt wurden, die Goldmedaille. Der Inder Abhinav Deshwal bewies ebenfalls sein Können und erkämpfte sich mit 233,9 Ringen die Silbermedaille. Bronze ging an seinen Landsmann Shubham Vashist, der mit 214,0 Ringen das Podium komplettierte.
Auch in der Mannschaftswertung dominierte die Ukraine eindrucksvoll und errang mit 1677 Ringen den ersten Platz. Indien folgte mit 1633 Ringen auf Platz zwei, während Deutschland trotz der verpassten Einzelfinalplätze mit 1599 Ringen den dritten Platz in der Teamwertung sichern konnte. Die Ukraine stellte in der Mannschaftswertung ebenfalls einen neuen Weltrekord auf.
Doch damit war der Tag noch nicht vorbei. Bei den Damen kämpften die Schützinnen ebenfalls um den Einzug ins Finale. Die deutsche Hoffnung Silke Fischer schied leider in der Qualifikationsrunde aus. In dieser stellte die Inderin Pranjali Dhumal einen Weltrekord auf, indem sie 568 von 600 möglichen Ringen erzielte. Im hochspannenden Finale setzte sich die Inderin Anuya Prasad mit einem hauchdünnen Vorsprung von nur 0,1 Ringen gegen die Ukrainerin Sofiia Olenych durch und erkämpfte sich Gold, während sie mit 232,0 Ringen einen neuen Weltrekord aufstellte. Olenych musste sich mit Silber begnügen, während ihre Teamkollegin Halyna Mosina mit Bronze das hervorragende ukrainische Ergebnis abrundete. Heute konnten insgesamt vier neue Weltrekorde aufgestellt werden, was die Wettkämpfe zu einem historischen Ereignis macht.
Der Blick richtet sich nun auf morgen, wenn die Wettkämpfe in der Disziplin 10 Meter Luftgewehr fortgesetzt werden. Die Schützen stehen bereit, erneut alles zu geben, um sich Ruhm und Ehre zu sichern.
Eröffnung der 2. Schießsport-Weltmeisterschaft in Hannover: Ein Fest der internationalen Gemeinschaft
Am Freitag, den 30. August 2024, wurde die zweite Schießsport-Weltmeisterschaft in Hannover feierlich eröffnet. In der festlichen Atmosphäre der Veranstaltung versammelten sich Sporttreibende und Gäste aus 16 Ländern, um gemeinsam den Beginn dieses internationalen Sportereignisses zu feiern.
Die musikalische Untermalung der Eröffnungsfeier wurde von der renommierten Original Calenberger Blaskapelle gestaltet, die mit ihrer Darbietung für eine stimmungsvolle Begrüßung der Gäste sorgte. Der feierliche Einmarsch der Nationen bildete einen weiteren Höhepunkt des Abends.
Zu den Ehrengästen zählten der Ministerpräsident des Landes Niedersachsen, Stephan Weil, die Stadträtin für Sport der Landeshauptstadt Hannover, Susanne Blasberg-Bense, Katharina Pape, die Präsidentin des Deutschen Gehörlosen-Sportverbands, Timo Kruckemeyer vom Gehörlosen-Sportverband Niedersachsen sowie Präsident Stefan Kiesewetter vom Niedersächsischen Sportschützenverband e.V.
In ihren Ansprachen hießen sie die Teilnehmenden aus aller Welt herzlich willkommen und betonten die Bedeutung dieser Weltmeisterschaft für den internationalen Gehörlosensport.
Organisationsleiter Marco Baron hob in seiner Rede die besondere Bedeutung der diesjährigen Schießsport-Weltmeisterschaft hervor. Nach acht Jahren pandemiebedingter Pause freue man sich umso mehr, die Veranstaltung in Hannover austragen zu können. Ministerpräsident Stephan Weil unterstrich in seiner Begrüßung die Rolle Hannovers als Hochburg des Schießsports und wünschte allen Beteiligten viel Erfolg.
Auch Katharina Pape richtete Worte des Dankes an das Organisationskomitee und die zahlreichen Helfenden, die dieses Event möglich gemacht haben. Sie betonte, dass Sportveranstaltungen wie diese in der heutigen Zeit ein starkes Zeichen für Frieden und Demokratie setzen.
Der Niedersächsische Sportschützenverband e.V. (NSSV), der die Veranstaltung tatkräftig unterstützt, stellte sowohl die Sportanlagen als auch das Personal zur Verfügung. NSSV-Präsident Stefan Kiesewetter begrüßte die Teilnehmenden und drückte seine Freude darüber aus, dass so viele Nationen der Einladung gefolgt sind.
Abgerundet wurde die Eröffnungszeremonie durch eine Ansprache von Jaroslaw Janiec, Vorstandsmitglied des International Committee of Sports for the Deaf (ICSD). Er unterstrich die historische Bedeutung des Gehörlosensports und eröffnete die Weltmeisterschaft offiziell. Die Flagge der Veranstaltung wurde im Anschluss feierlich gehisst.
Ein besonderer Dank gilt den Unterstützenden und Stiftung, darunter das Bundesministerium des Innern und für Heimat, die Lotto-Stiftung Niedersachsen, der Gehörlosen-Sportverband Niedersachsen sowie die Landeshauptstadt Hannover. Dank ihrer großzügigen Unterstützung konnte die 2. Schießsport-Weltmeisterschaft in Hannover gebührend gefeiert werden.
Die Stadt Hannover präsentiert sich damit einmal mehr als weltoffene und sportbegeisterte Metropole, die Menschen aus aller Welt herzlich willkommen heißt.
Wir suchen Verstärkung für unser Team!

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Wir wachsen und möchten unser Team erweitern – vielleicht mit dir!
Aktuell haben wir:
- 4 hauptamtliche Stellenangebote
- 1 Stelle auf Honorarbasis
Josef Willmerdinger mit Heinrich-Siepmann-Plakette ausgezeichnet

Bild: DGSV
Im Rahmen des Verbandstags des Bayerischer Gehörlosensportverband am 21. Februar 2026 in Bamberg hat der Deutsche Gehörlosen-Sportverband Josef Willmerdinger mit der Heinrich-Siepmann-Plakette ausgezeichnet. Mit dieser besonderen Ehrung würdigen wir Persönlichkeiten, die sich in herausragender Weise um den Gehörlosensport verdient gemacht haben.
Feierliche Verleihung des Silbernen Lorbeerblattes im Schloss Bellevue

Bild: Laurin Schmid/bundesfoto
Im Schloss Bellevue wurden die erfolgreichen deutschen Deaflympics-Athletinnen und -Athleten am 04.02.2026 im Rahmen einer feierlichen Zeremonie mit dem Silbernen Lorbeerblatt geehrt. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier sowie die Staatsministerin für Sport und Ehrenamt, Christiane Schenderlein, empfingen die gehörlosen Sportlerinnen und Sportler in würdigem Rahmen.
Gemeinsamer Rückblick und
Weichenstellung für 2029

Bild: Melissa Gracic-Schuster
Wie blicken wir auf die Deaflympics 2025 zurück und was bedeutet das für die Zukunft des DGSV? Vom 30. Januar bis 01. Februar 2026 versammelten sich 40 Schlüsselpersonen des Deutschen Gehörlosen-Sportverbandes in Frankfurt, um genau diese Fragen zu beantworten.
Erste-Hilfe-Kurs in Bergisch Gladbach

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Am 28. Februar 2026 findet in Bergisch Gladbach ein Erste-Hilfe-Kurs als Ergänzung zum DRSA-Kurs (07.–08. März 2026 in Erlangen) statt, der dank der Unterstützung der Franz Beckenbauer Stiftung für DRSA-Teilnehmende 10 Euro und für alle anderen 25 Euro kostet (max. 15 Personen).
Höchste staatliche Auszeichnung für sportliche Leistungen in Deutschland

Bild: Laurin Schmid/bundesfoto
Am 19. Januar 2026 wurde im Berliner Bundeskanzleramt das Silberne Lorbeerblatt verliehen. Die höchste staatliche Auszeichnung für sportliche Leistungen in Deutschland überreichte Staatsministerin Dr. Christina Schenderlein, Staatsministerin im Bundeskanzleramt mit Zuständigkeit für Sport, in einer feierlichen Zeremonie.
Inspektionsreise Seefeld / Innsbruck

Bild: DGSV
Vom 13. bis 16. Januar 2026 nahmen die Leistungssportreferentin Felicitas Berger sowie der Vizepräsident Sport Daniel Haffke an einer offiziellen Inspektionsreise in Innsbruck und Seefeld (Tirol) teil. Ziel der Reise war die umfassende Vorbereitung auf die 21. Winter Deaflympics, die vom 15. bis 24. Januar 2027 in diesen beiden Austragungsorten stattfinden werden.
Höhere Förderung durch den Bund

Bild: Leonsbox
Der DGSV erhält vom Bund zusätzliche 1,3 Millionen Euro, die gezielt zur Weiterentwicklung des Sports für Menschen mit Hörbehinderungen– sportartspezifisch, mit fachlicher Begründung und einer entsprechenden Erfolgsprognose - eingesetzt werden sollen.
Siepmann-Plakette für Iris Rauch

Bild: privat
Am 15. November 2025 fand im Freiburger Gehörlosenzentrum das 50 Jahre Jubiläum der Wintersportabteilung des GSV Freiburg statt. Es waren Vertreter der Stadt Freiburg, des Badischen Sportbundes und des Schwarzwaldskiverband anwesend, um mit der Wintersportabteilung des GSV Freiburgs zu feiern.
Deaflympics in Tokio: Delia Gaede und Lars Kochmann tragen deutsche Fahne
Bild: DGSV
Ein Duo trägt die deutsche Fahne bei der Eröffnungsfeier der Deaflympics in Tokio: Sprinterin Delia Gaede und Schwimmer Lars Kochmann führen das deutsche Team in der japanischen Hauptstadt an und wurden beim Botschaftsempfang im Mannschafts-Hotel mit der Entscheidung überrascht.
Gehörlosensport im
Sportfördergesetz unzureichend berücksichtigt

Bild: DGSV
Der Deutsche Gehörlosen-Sportverband (DGSV) hat seine Stellungnahme zum Sportfördergesetz eingereicht und bemängelt, dass der Gehörlosensport trotz positiver Ansätze weiterhin nicht gleichberechtigt berücksichtigt wird. Der Verband fordert finanzielle Gleichstellung, Mitbestimmung und verbindliche Barrierefreiheit.
DGSV bei der Athletenvollversammlung von Athleten Deutschland & DOSB dabei

Bild: privat
Unser Athletensprecher Urs Breitenberger nahm teil. Am ersten Tag fand die Neuwahl des Präsidiums von Athleten Deutschland e.V. statt.
Leon Brunnert: Sporthilfe Juniorsportler des Jahres 2025

Bild: DGSV
Der Deutsche Gehörlosen-Sportverband (DGSV) freut sich, Leon Brunnert (GSBV Halle) herzlich zur Auszeichnung als Sporthilfe Juniorsportler des Jahres 2025 in der Kategorie Gehörlosensport zu gratulieren.
50 Jahre GSN: Jubiläum und SportTrophy-Ehrungen
Bild: Anton Schneid
Am Samstag feierte der Gehörlosen Sportverband Niedersachsen (GSN) sein 50-jähriges Bestehen. Im Rahmen des Jubiläums übergab unsere Präsidentin Katharina Pape eine Urkunde an den GSN. Im Anschluss wurde die SportTrophy, organisiert vom DGSV, für die herausragenden Leistungen der Athletinnen und Athleten verliehen.
Verbandstag 2025 in Hannover – Rückblick
Bild: Anton Schneid
Vom 12. bis 13. September 2025 fand der Verbandstag des DGSV in der Modernen Akademie des Sports beim Landessportbund Hannover statt. Drei Tage voller Austausch, Information und Planung prägten die Veranstaltung und boten Gelegenheit, aktuelle Themen und die Zukunft des Gehörlosensports intensiv zu diskutieren.
Offizielle Homepage der Deaflympics in Tokio ist online

Bild: DGSV
Die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren: Vom 15. bis 26. November 2025 finden in Tokio die Deaflympics statt, das wichtigste internationale Sportereignis für gehörlose Athletinnen und Athleten.
Mitarbeit in der Ethikkommission

Bild: Parradee Kietsirikul
Die Ethikkommission des Deutschen Gehörlosen-Sportverbandes sucht Verstärkung. Wir sind ein unabhängiges, dreiköpfiges Team, das vom Verbandstag bestätigt wird.
100 Tage bis zu den Deaflympics 2025 – Team Germany blickt
gespannt nach Tokio

Bild: DGSV
In genau 100 Tagen beginnen die Deaflympics 2025 in Tokio – ein herausragendes Ereignis für die Gehörlosensportwelt und zugleich das 100-jährige Jubiläum der Spiele.
Geschäftsstelle geschlossen
Bild: DGSV
☀️ Sommerpause! ☀️
Unsere Geschäftsstelle macht vom 11. bis 29. August eine kleine Verschnaufpause.
Aber keine Sorge, das Präsidium ist weiterhin für euch da!
Mitteilung des International Committee of Sports for the Deaf (ICSD) – Deaflympics 2029

Bild: DGSV
Wir möchten euch darüber informieren, dass uns eine offizielle Mitteilung des International Committee of Sports for the Deaf (ICSD) erreicht hat.
Strafrechtliche Verurteilung des ehemaligen Finanzreferenten der DGSJ wegen Untreue

Bild: DGSV
Pressemitteilung vom 15.07.2025 (05/25)
Der Deutsche Gehörlosen-Sportverband (DGSV) sieht sich aus Transparenzgründen veranlasst, über einen schwerwiegenden Vorfall zu informieren, der sich im Jahr 2020 ereignet hatte und der bis heute erhebliche Auswirkungen auf die Finanzlage der Deutschen Gehörlosen-Sportjugend (DGSJ) sowie des DGSV hat.
Tag der Athleten 2025: Vereint auf dem Weg nach Tokio

Bild: Lena Krächan
Mit 52 Teilnehmenden aus insgesamt neun Fachsparten des Deutschen Gehörlosen-Sportverbandes fand vom 04. bis 06. Juli der Tag der Athleten in der Sportschule des LSB Hessen sowie beim DOSB im Haus des Sports statt.
Eine mehr als verdiente
Anerkennung!

Bild: Regierung von Mittelfranken
Birgit Hermann erhält aus den Händen des Ministerpräsidenten des Landes Bayern das Verdienstkreuz am Bande. Am 30.06.2025 gab sich Markus Söder die Ehre und verlieh der Präsidentin des Bayerischen Gehörlosen-Sportverbandes diese besondere Auszeichnung in Anerkennung ihres langjährigen und leidenschaftlichen Lebens und Wirkens für den Gehörlosensport.
Ein rundum gelungenes Team Event!
Bild: DGSV
Gestern trafen sich alle Mitarbeiter*innen der Geschäftsstelle zu eine Challenge im Bash Room Köln – zum Glück in klimatisierten Räumlichkeiten. Es ging bei den Wettkämpfen Taktik, Wissen, Sport und Geschick darum, die anderen Teams aus dem Rennen zu werfen.
Engagier dich ehrenamtlich – wir suchen dich

Bild: Torsten Asmus
Du möchtest dich aktiv für wichtige gesellschaftliche Themen einsetzen? Dann werde Teil unseres Teams! Wir haben aktuell zwei ehrenamtliche Positionen zu vergeben:
- Gleichstellungsbeauftragte*r
- Inklusionsbeauftragte*r
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